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Ins Wochenende mit: Mozart und Strauss


Ins Wochenende mit …

dem Duett-Concertino für Klarinette, Fagott und Streichorchester mit Harfe von Richard Strauss, hier gespielt von Manfred Weise (Klarinette), Wolfgang Liebscher (Fagott) und der Staatskapelle Dresden, geleitet von Rudolf Kempe.

Heute Abend wird es im Sinfoniekonzert „Mozart und Strauss“ gespielt vom WDR Sinfonieorchester und seinem Solo-Klarinettisten Thorsten Johanns und Solo-Fagottisten Ole Kristian Dahl. Thorsten Johanns wird anschließend auch die Romanze Es-dur für Klarinette und Orchester von Strauss spielen. Als Gast steht der israelische Dirigent und Generalmusikdirektor am Nationaltheater Mannheim Dan Ettinger am Pult.

Mozart und Strauss
Mozart und Strauss | Bilder: Wikimedia Commons1

Umrahmt wird das Concertino von der sogenannten „kleinen“ und „großen“ g-moll Sinfonie von Wolfgang Amadeus Mozart. Die erstere, seine 25. Sinfonie (KV 183), schrieb er mit 17 Jahren, die 40. Sinfonie (KV 550) im Jahr 1788, drei Jahre vor Ende seines Lebens. Sie zählt zu den größten „Klassikern“ sinfonischer Musik überhaupt und war lange Zeit auch beliebter Handy-Klingelton. Wer mehr über diese Sinfonie erfahren möchte, empfehle ich die anschaulich erklärte WDR 3 Werkbetrachtung von David Marlow.

Für alle, die nicht vor Ort dabei sein können, überträgt WDR 3 das Konzert ab 20:05 Uhr live aus dem WDR Funkhaus Köln. Ab morgen kann das Konzert 30 Tage lang im WDR 3 Konzertplayer nachgehört werden. Weitere Infos zu den Stücken und Solisten sind im Programmheft zu finden.

  1. Bild von W. A. Mozart: Auschnitt aus einem Familienbildnis von Johann Nepomuk della Croce / Bild von R. Strauss: Bundesarchiv, Bild 102-00146A CC-BY-SA []

#fotoprojekt2014 KW 33: Fenster


#fotoprojekt2014 KW 33: FENSTER zur wunderbaren Welt der (leicht blechlastigen) Musik

Hinter diesem Fenster befindet sich das Musikinstrumentenfachgeschäft mit angeschlossener Meisterwerkstatt für Blechblas- und Schlaginstrumente Gärtner + Thul in Düren. Dieter Gärtner baut und repariert dort mit seinen Mitarbeitern u. a. Trompeten und Flügelhörner. Die Aachener Zeitung hat Anfang August einen Blick in seine Werkstatt geworfen: Besuch beim Instrumentenbauer: Für ein Horn kam Hilfe zu spät

Feinsliebchen, komm ans Fenster

Natürlich spielt das Thema FENSTER auch in der klassischen Musik eine Rolle. So zum Beispiel in der Canzonetta Deh, vieni alla finestra, in der Don Giovanni in der gleichnamigen Mozart-Oper die Kammerzofe seiner abgelegten Geliebten Donna Elvira bezirzen will. 2008 versuchte der schwedische Bariton Peter Mattei als Don Giovanni in der Inszenierung des Festival d’Aix-en-Provence meisterlich, die Angebetete ans Fenster zu locken:

Deh, vieni alla finestra, o mio tesoro,
Deh, vieni a consolar il pianto mio.
Se neghi a me di dar qualche ristoro,
Davanti agli occhi tuoi morir vogl’io!
Tu ch’hai la bocca dolce più del miele,
Tu che il zucchero porti in mezzo al core!
Non esser, gioia mia, con me crudele!
Lasciati almen veder, mio bell’amore!

Feinsliebchen, komm an’s Fenster, erhör‘ mein Flehen!
O eile, meinem Schmerz Balsam zu spenden.
Kannst meine Liebe du grausam verschmähen,
Dann mag ein rascher Tod mein Leben enden.
Dein honigsüsses Mündchen hold mir lachte,
Lieblich strahlt mir dein Auge, wie Maiensonne!
Ach, dass in Liebespein ich nicht verschmachte,
Gönne mir einen Blick, du meine Wonne!

Opera senza: Harmoniemusik zu Don Giovanni
Opera senza: Harmoniemusik zu Don Giovanni

(Nicht nur) für Nicht-Operfans wie mich gibt es übrigens einen Don Giovanni für die Westentasche in Form einer mit dem Echo Klassik ausgezeichneten Aufnahme des leider nicht mehr existenten WDRSO-Ensembles Opera senza (voce e senza scena – Oper ohne Gesang und Szene) mit Harmoniemusik der Oper. Auch Deh, vieni alla finestra ist darauf zu finden:  Opera senza: Harmoniemusik zu Don Giovanni

Auch das gibts: Vertonte Kirchenfester

Die Fans sinfonischer Musik kommen in Sachen Fenster auch auf ihre Kosten: Sie können sich an den Vetrate di Chiesa (Kirchenfenster) erfreuen, die der italienische Komponist Ottorino Respighi (1879-1936) im Jahr 1925 vollendete.

Dem so benannten Werk liegen drei Präludien über gregorianische Melodien zugrunde, Tre Preludi sopra melodie gregoriane, die Respighi bereits 1921 für Klavier komponiert hatte (nachzuhören u. a. hier, hier und hier). Ergänzt um einen vierten Teil und orchestriert, fasste er sie zur sinfonischen Dichtung Vetrate di Chiesa zusammen, die im Einzelnen folgende Szenen beschreibt: 1. Die Flucht nach Ägypten – 2. Der Erzengel Michael – 3. Die Frühmette der hl. Klara – 4. St. Gregor der Große. Hier gespielt vom Schwedischen Radio-Sinfonieorchester unter der Leitung von Manfred Honeck:

Wem noch mehr Fenstervertonungen einfallen, darf sie gerne in den Kommentaren hinterlassen!

Ins Wochenende mit: Mozart

Leopold Mozart mit Wolfgang Amadeus und Maria Anna, an der Wand ein Porträt der verstorbenen Ehefrau Anna Maria. Gemälde von Johann Nepomuk della Croce, um 1780 Quelle: Wikimedia

Werke von Mozart senior und junior stehen ab heute Abend bei den Konzerten „Im Serenadenton“ auf dem Programm des WDR Sinfonieorchesters.

Gemeinsam mit der Geigerin Alina Pogostkina und dem WDRSO-Solo-Trompeter Peter Mönkediek  sowie dem ehemaligen WDRSO-Solo-Posaunisten Harry Ries spielt das Orchester unter der Leitung von Reinhard Goebel die Serenade D-dur für Trompete, Posaune und Orchester von Leopold Mozart sowie das Violinkonzert D-Dur KV 271a und die Serenade Nr. 9 D-dur KV 320, auch bekannt als „Posthorn-Serenade“, von Wolfgang Amadeus Mozart.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Probe mit Alina Pogastkina im Großen Sendesaal des WDR Funkhauses:

 

Während das Violinkonzert vermutlich nicht aus Wolferls Feder stammt (mehr dazu verrät das Programmheft zum Konzert), ist von der Posthorn-Serenade überliefert, dass er sie als Finalmusik den Salzburger Studenten zur Feier ihres Studienabschlusses im August gewidmet hat. Das überraschend einsetzende Alltagsinstrument Posthorn gab der Serenade ihren Namen und könnte die Abfahrt der Studenten in die Semesterferien signalisiert haben. Hier das Menuett und Trio II gespielt von Luciano Marconcini und dem Orchestra I Pomeriggi Musicali unter Pietro Mianiti:

Nach dem Konzert heute Abend im WDR Funkhaus Köln kommt am Samstag das Publikum des Mozartfests in der Residenz Würzburg in den Genuss des Programms, bevor es am Sonntag auch bei den Weilburger Schlosskonzerten aufgeführt wird.

WDR 3 sendet das Konzert am Freitag, den 18. Juli 2014, von 20.05-22.00 Uhr.

Wer mehr über die Geigerin Alina Pogostkina erfahren möchte, Jan Holthaus von BR Klassik hat sie ins U21-Verhör genommen:

 

 

 

 

Ins Wochenende mit: Vilde Frang und dem 5. Violinkonzert von Mozart

http://www.youtube.com/watch?v=-G6w-8RClTU

Ins Wochenende mit …
der jungen Norwegerin Vilde Frang. Im U21-Interview von BR Klassik verrät sie unter anderem, warum Pulswärmer ihre besten Freunde sind, welche Schulterstütze sie benutzt, und sie gibt freimütig Auskunft über ihren „Lebenspartner“, seinen „Nebenbuhler“ und die kleinen Helferlein in ihrem Geigenkasten.

 

Heute Abend gastiert Vilde Frang  gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester im Großen Festspielhaus Salzburg und spielt das Violinkonzert Nr. 5 von Wolfgang Amadeus Mozart. Hier der erste Satz mit Gidon Kremer und den Wiener Philharmonikern unter Nicolaus Harnoncourt:

Für das dritte Konzert seines Gastspiels in Salzburg, bei dem auch noch die Sinfonie Nr. 3 von Anton Bruckner auf dem Programm steht, wünsche ich dem WDRSO „Toi toi toi“ und morgen eine gute Heimreise nach Köln!

UPDATE:

„Perfektes Hornquartett […] tonschöne Holzbläser […] exorbitante Qualitäten der Streicher – der österreichische Kritiker Horst Reischenböck war vom ersten WDRSO-Konzert sehr angetan. Hier die ganze Kritik zum Konzert mit Jean-Ives Thibaudet unter der etwas irreführenden Überschrift: Die Wut über die verlorene Kopeke.

Chefdirigent Jukka-Pekka Saraste hat sich auf seiner Website geäußert, warum der dreitägige Gastspielaufenthalt in Salzburg für das WDR Sinfonieorchester überhaupt wichtig ist:

“Big improvements always happen when you get to work intensively with different programmes; the performances become more unified, and this brings the orchestra forwards.”

Hier gehts zum ganzen Artikel: Jukka-Pekka and the WDR Symphony Orchestra return to Salzburg

Ins Wochenende mit: Mozart

Ins Wochenende mit …
dem „Qui tollis“ aus dem Gloria der Messe c-moll für Soli, Chor und Orchester KV 427 Große Messe“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Hier in einer Aufnahme mit dem Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Leonard Bernstein.

Heute Abend wird sie in der Kölner Philharmonie erklingen beim Konzert „Sinfonie plus – Fragment und Vollendung“ des WDR Sinfonieorchesters Köln. Es musiziert gemeinsam mit dem WDR Rundfunkchor und dem Solistenquartett Christiane Karg (Sopran I – diese Saison übrigens Artist in Residence beim hr-Sinfonieorchester), Sophia Brommer (Sopran II), Jeremy Ovenden (Tenor) und Tareq Nazmi (Bass).

Christoph Eschenbach, der das Konzert ursprünglich leiten sollte, ist leider erkrankt und wird von Bernard Labadie vertreten.

Nach Mozarts letztem unvollendeten geistlichen Werk steht mit der Sinfonie Nr. 41 C-dur KV 551 „Jupiter“ auch seine letzte Sinfonie auf dem Programm.

Das Konzert wird ab 20:05 Uhr live auf WDR 3 übertragen und kann anschließend 30 Tage lang im WDR 3 Konzertplayer nachgehört werden. Mehr Infos zum Konzert gibt es im Programmheft.

Am Samstagabend kommt auch das Publikum im Konzerthaus Dortmund in den Genuss dieses Konzerts.

Zum 2. Advent: Schlittenfahrt

Zum 2. Advent:

Der dritte Tanz aus den Drei Deutschen Tänzen (KV 605) von Wolfgang Amadeus Mozart, auch bekannt als Schlittenfahrt, da zwei zusätzliche Posthörner und fünf Schlittenschellen für eine winterliche Stimmung sorgen.

Das junge Publikum des Jahres 1967 haben das New York Philharmonic Orchestra und Leonard Bernstein damit offensichtlich nicht sonderlich beeindruckt. Hoffentlich hinterließ die Fahrt keine bleibenden Schäden 😉

Die Vertonung von Schlittenfahrten war in der Familie Mozart übrigens  beliebt, denn auch von Leopold Mozart ist Eine musikalische Schlittenfahrt (LMV VIII:8) überliefert.

Ins Wochenende mit Mozarts Konzert für Cembalo

Ins Wochenende mit …

Mozarts Konzert D-dur für Cembalo und Streicher nach Johann Christian Bach KV 107,1, das neben anderen Werken von Vater und Sohn Mozart im spannenden Konzert „Familienbande“ des WDR Sinfonieorchesters heute Abend zu hören sein wird:

Ein Besuch in der Kinderstube des Genies: Der niederländische Cembalist und Dirigent Ton Koopman zeigt, wie sich der junge Mozart anhand prominenter Vorlagen, väterlicher Ratschläge und eigener Experimente allmählich ins Metier des Komponisten vortastete.

Wer nicht vor Ort dabei sein kann: WDR 3 überträgt das Konzert ab 20.05 Uhr live aus dem Kölner Funkhaus am Wallfrafplatz.