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Neu beim WDR Sinfonieorchester: Solo-Hornist Přemysl Vojta!

Seit Dezember 2015 ist er bereits beim WDR Sinfonieorchester, nun hat er sein Probejahr bestanden: Herzlichen Glückwunsch, Přemysl Vojta!

Das Publikum des WDR Sinfonieorchesters konnte sich im vergangenen Jahr bereits vom wunderbaren Spiel des ausgezeichneten Hornisten überzeugen. Er gewann unter anderem 2010 beim Internationalen ARD-Musikwettbewerb in München den ersten Preis im Fach Horn, den Publikumspreis und den Preis für die beste Interpretation des Auftragswerkes. Bevor er nach Köln kam, war Přemysl Vojta Solohornist der Prager Kammerphilharmonie, der Staatskapelle Berlin und beim Konzerthausorchester Berlin.

Přemysl Vojta unterrichtet an der Kölner Musikhochschule und engagiert sich ehrenamtlich für das Projekt Rhapsody in School, einer Initiative, bei der Spitzenmusikerinnen und -musiker in die Schulen kommen, um Kinder an klassische Musik heranzuführen. Und ein sehr netter und sympathischer Mensch ist er auch noch, wie ich schon erleben durfte 🙂

Neben Přemysl Vojta hat das WDR Sinfonieorchester in jüngster Zeit mit Trompeter Martin Griebl und Posaunist Jeffrey Kant noch weitere herausragende Solo-Bläser als Kollegen gewinnen können. Brass Fans kommen also weiterhin voll und ganz auf ihre Kosten beim WDRSO!

Eurovision Young Musicians Contest: Fragwürdig oder nötig?

Foto: © WDR/Claus Langer

Am 3. September 2016 begleitete das WDR Sinfonieorchesters das Finale des Wettbewerbs Eurovision Young Musicians (EYM) 2016. Der Wettbewerb für europäische Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren wird seit 1982 von der European Broadcasting Union organisiert.

Wie schon vor zwei Jahren übertrug der WDR das Konzert im Fernsehen und auf WDR 3. Auf dem Roncalliplatz genossen im Schatten des Kölner Doms mehrere Tausend Menschen das zweistündige Konzert, das auf der EYM-Website im Livestream zu sehen war. Bei Twitter wurde das Konzert ebenfalls verfolgt und so lebhaft kommentiert, dass der Hashtag #EYM16 zeitweilig die Twitter-Trends in Deutschland anführte:

Im Gegensatz zum Eurovision Song Contest entscheidet beim EYM nicht das Publikum, sondern eine Fachjury über die drei Preisträger*innen. Beim diesjährigen Wettbewerb gewannen der polnische Saxophonist Łukasz Dyczko, der tschechische Pianist Robert Bílý und der Kontrabassist Dominik Wagner aus Österreich. Łukasz Dyczko erhält als Preisgeld 10.000 Euro, gestiftet von der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, und er darf nochmals mit dem WDR Sinfonieorchester auftreten.

Bei der Integration von Social Media geht noch was!

Ich habe das Konzert im WDR Fernsehen verfolgt und mich als passionierte Twitterin sogleich über die um 15 Minuten zeitversetzte Übertragung geärgert, die mich von einer Teilnahme an der regen Twitter-Diskussion ausschloss. Allerdings zähle ich mich mit meiner Vorliebe, mich über klassische Konzerte, die ich nicht live vor Ort erleben kann, während der Übertragung via Twitter mit anderen Interessierten auszutauschen – wie zuletzt beim formidablen hrSO-Open-Air-Konzert (#hrSOpenAir) geschehen – durchaus zu einer Minderheit. Diese Kritik sei also geschenkt.

Grundsätzlichere Dinge kritisiert allerdings Guido Krawinkel in seinem Artikel bei Musik heute, in dem er das Eurovision Young Musicians-Finale in Köln für fragwürdig hält und konstatiert: „Auf der Strecke blieb dabei die Glaubwürdigkeit der klassischen Musik.“

Fragwürdiger Wettbewerb?

Nanu? Diesen Eindruck hatte ich allerdings überhaupt nicht. Die Glaubwürdigkeit der klassischen Musik sehe ich persönlich – mit Verlaub – eher bei einem klassischen Konzert mit David Garrett als Solist in Gefahr, als beim Eurovision Young Musicians Contest.

Natürlich lässt sich die Art und Weise, wie dieser Wettbewerb ausgetragen wird, kritisieren. Man kann sich darüber streiten, ob vom Co-Moderator Daniel Hope zur Eröffnung „Geigenschnulzen“ vorgetragen werden sollten. Oder ob akrobatische Kunststücke mit oder ohne Instrument ins Programm gehören.

Ich hätte allerdings nach über hundertjährigen Errungenschaften der Musikethnologie nicht erwartet, dass die Darbietung der Meditation aus Thaïs des kroatischen Teilnehmers auf „bestenfalls folkloristischem Instrumentarium“ kritisiert wird und das Antreten gegen „unterschiedlichste klassische Konzertinstrumente“ thematisiert wird. Ich habe es stets als ganz besonderes Kennzeichen klassischer Musik erlebt, dass es keine Rolle spielt, ob ihre Melodien auf den „richtigen“ Instrumenten dargebracht werden, um Menschen zu berühren. Das kann selbst dann gelingen, wenn sie im Zirkuszelt auf einer singenden Säge erklingen, denn es kommt allein auf den Menschen hinter dem Instrument an, ob das Publikum erreicht wird oder nicht. Und um die Musik ging es dann doch hauptsächlich beim EYM-Finale. (Klassik-)Zirkus hin oder her.

Unseriöses Vorgehen?

Guido Krawinkel moniert weiters:

„Über Sieg und Niederlage musste die überaus prominent besetzte Jury in Köln nach gerade einmal sechsminütigen Vorträgen richten, die Open Air und elektronisch verstärkt absolviert wurden. Die Teilnehmer traten allen Ernstes mit so diametral unterschiedlichen Stücken wie einer Bearbeitung der ‚Meditation’ aus Jules Massenets Oper ‚Thaïs’ und der Carmen-Fantasie von Franz Waxman gegeneinander an. Letztendlich wurden hier Äpfel mit Birnen verglichen, ein im klassischen Bereich höchst ungewöhnlicher, um nicht zu sagen unseriöser Weg.“

Naja, hochkarätige Profi-Musiker*innen sind genau dazu in der Lage: innerhalb kurzer Zeit eine musikalische Darbietung beurteilen zu können. Nichts anderes tun sie auch beim Unterrichten. Und natürlich können sie auch Äpfel von Birnen unterscheiden und beurteilen, ob eine Birne Helene genauso gut serviert wird, wie ein Apfelkuchen, um im Bild zu bleiben. Es ging doch um die Musikalität und Darbietung bei Aufführungen klassischer Musik. Äpfel und Birnen wären es im Übrigen eher gewesen, wenn die jungen Künstler*innen Schlager interpretiert hätten.

Sichtbare und unsichtbare Klassik-„Wettbewerbe“

Selbstverständlich gibt es „seriösere“ Klassik-Wettbewerbe für junge Musizierende. So zum Beispiel den ebenfalls gerade stattfindenden Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Aber diese Wettbewerbe finden meist hinter verschlossenen Türen statt. Es erfahren nur wirklich Interessierte davon, die nach Informationen dazu suchen oder zufällig darüber stolpern. Der Eurovision Young Musicians Contest ist dagegen für ein breiteres Publikum sichtbar. Und genau das finde ich heute wichtiger denn je. Warum sollen junge Menschen, die sich von Gleichaltrigen dadurch unterscheiden, dass sie sich stundenlang dem Üben ihres Instruments und der klassischen Musik widmen, nicht auch eine Plattform im Mainstream-TV erhalten? Sollen sie lieber niveauvoll unsichtbar bleiben? Warum sollen sie nicht das TV-Niveau für zwei Stunden heben dürfen? Zumal eine „Wiederholungsgefahr“ höchstens alle paar Jahre besteht?

Der EYM vor und hinter den Kulissen

Ja, es war eine Show-Veranstaltung, auch im übertragenen Sinne. Aber im Gegensatz zu Superstar-Veranstaltungen, bei denen Juroren wie Dieter Bohlen den Daumen heben oder senken, haben die Teilnehmenden während ihres Aufenthalts in Köln bei Proben mit dem WDR Sinfonieorchester Erfahrungen mit einem der renommiertesten deutschen Radio-Sinfonieorchester sammeln dürfen. Ich bin mir sicher, dass die Begegnung und Zusammenarbeit mit den Orchestermusiker*innen und die Auftrittsmöglichkeit in diesem Rahmen, inklusive Übertragung in TV und Radio, zu den bleibenden Erlebnissen auf dem musikalischen Weg dieser jungen Menschen gehören werden. So oder so 😉

„Als ernstzunehmenden Wettbewerb kann man den EYM wohl kaum bezeichnen,“ schließt Guido Krawinkel. Tatsächlich nicht? Zumindest beim diesjährigen Jury-Vorsitzenden Julian Rachlin wurde seine EYM-Auszeichnung offensichtlich doch von einigen ernst genommen:

„1988 wurde ihm der ‚Eurovision Young Musician of the Year“-Preis verliehen, worauf eine Einladung zu einem Auftritt bei den Berliner Festspielen unter dem Dirigenten Lorin Maazel folgte. Unmittelbar darauf trat er mit den Wiener Philharmonikern unter dem Dirigenten Riccardo Muti auf — als bis dahin jüngster Solist. Während seiner darauf folgenden Karriere arbeitete Rachlin mit diversen namhaften Dirigenten in Europa und den USA zusammen […].“1

Zudem nehme ich an, dass die Teilnehmenden genau einordnen können, welchem Zweck welcher Wettbewerb dient.

Vielleicht wird der EYM-Drittplatzierte Dominik Wagner von seiner Teilnahme am ARD-Wettbewerb einen Tag später beruflich mehr profitieren als vom EYM. Aber wer außer den „Klassiknerds“ kennt denn bitteschön den ARD-Wettbewerb? Und selbst wenn der EYM ein „Show-Wettbewerb“ ist, lassen sich denn nicht auch hierbei wertvolle Erfahrungen sammeln? Ob der Gewinn beim EYM-Contest nur für Julian Rachlin nicht folgenlos geblieben ist, könnte Musik heute ja mal recherchieren.

Klassische Musik muss raus aus dem Feuilleton!

Es geht nicht darum, die Glaubwürdigkeit der klassischen Musik zu bewahren, es geht darum, dass sie überhaupt (noch) im Bewusstsein der „breiten Masse“ stattfindet.

Es gibt sehr viele Jugendliche, die mit Leidenschaft klassische Musik machen. Sie können nur nicht wahrgenommen werden, weil sie nirgendwo sichtbar werden. Damit möglichst viele Menschen ihre Kunst sehen, hören und miterleben können, gönne ich diesen jungen Künstler*innen möglichst viele und große Bühnen. Auch eine große Show-Bühne im Schatten des Kölner Doms mit einem Deckmäntelchen namens Wettbewerb.

Was ich an Veranstaltungen wie diesen kritisiere, sind Lippenbekenntnisse derjenigen aus Politik und Medien, die bei solchen und ähnlichen Anlässen von „Kulturauftrag“ reden, sich im kulturpolitischen Alltag aber nicht dafür einsetzen, dass dieser in Sonntagsreden als notwendig erachtete Kulturauftrag über ein Minimum hinaus erfüllt werden kann.

Die Glaubwürdigkeit der Klassik steht in meinen Augen nicht wegen EYM- oder anderen gerne kritisierten Klassik-Open-Air-Veranstaltungen, wie z. B. dem hrSO Open Air, das auf Facebook diskutiert wurde, auf dem Spiel. Sie wird von all jenen in Frage gestellt, die sich in entscheidenden (meinungs-)politischen Positionen nicht in der Verantwortung sehen, sich vehement für optimale musikalische Bildung und den Erhalt unserer Orchester- und Kulturlandschaft einzusetzen. Der Untergang der klassischen Musik droht aber gewiss nicht, weil ein kroatischer Bub auf großer Show-Bühne statt mit der Geige mit einer Tambura die Herzen seines Publikums erreicht.

  1. Wikipedia []

Gemeinsam für die Kinder dieser Welt: LaFee und Mitglieder des WDR Sinfonieorchesters unterstützen die Malteser

Das WDR Sinfonieorchester engagiert sich nicht nur im Konzertsaal mit seinen Kinder– und Jugendkonzerten für den Nachwuchs, die „Kinder dieser Welt“ liegen ihm auch sonst am Herzen. Fünf Musikerinnen und Musiker des Orchesters – Adrian Bleyer und Pierre-Alain Chamot (Violine), Eva Maria Gambino (Viola), Susanne Eychmüller (Cello) und Christian Stach (Kontrabass) – haben gemeinsam mit der Sängerin LaFee den gleichnamigen Malteser Song eingespielt.

Sie unterstützen damit die Aktion www.hoffnung-spenden.org des Malteser Hilfdienstes und seinen Kölner „Baum der Kinderherzen“ für sozial benachteiligte Kinder aus Köln:

Der Malteser „Baum der Kinderherzen“ auf dem Kölner Alter Markt, steht in der Vorweihnachtszeit als Symbol für die kleinen und großen Kinder überall auf unserer Welt. Er leuchtet für Nächstenliebe und die Hoffnung auf ein friedliches Miteinander aller Menschen!

Malteser Baum der Kinderherzen

Ins Wochenende mit: Himmelsklängen und Xavier de Maistre

Ins Wochenende mit …
dem Harfenisten Xavier de Maistre, der als Solist der Saison 2014/15 seine ersten beiden Konzerte mit dem WDR Sinfonieorchester Köln unter der Leitung von Jukka-Pekka Saraste gibt. Das Kulturjournal des NDR stellt ihn im obigen Beitrag kurz vor.

Heute und morgen Abend spielt er das Konzert e-moll für Harfe und Orchester op. 182 von Carl Reinecke. Zuvor führt das WDR Sinfonieorchester die Komposition Transitus von Wolfgang Rihm erstmals in Deutschland auf und beschließt das Konzert mit der Sinfonie Nr. 8 C-Dur D 944 („Große Sinfonie C-Dur“) von Franz Schubert.

Mit diesen beiden Konzerten unter dem Motto „Himmelsklänge“ eröffnet das WDR Sinfonieorchester offiziell seine neue Konzertsaison in Köln. Wegen des ARD Radiofestivals, das noch bis zum 13. September von den ARD Kultursendern veranstaltet wird, überträgt WDR 3 das heutige Konzert aus der Kölner Philharmonie ausnahmsweise nicht live, sondern sendet den Mittschnitt am Freitag, den 17. Oktober 2014, von 20.05 bis 22.00 Uhr.

Hier schon ein kleiner Vorgeschmack auf die harfenistischen Himmelsklänge mit dem 1. Satz aus Reineckes Harfenkonzert, gespielt von Fabrice Pierre, der vom Schwedischen Kammerorchester unter der Leitung von Patrick Gallois begleitet wird:

PS: Beim WDR Sinfonieorchester ist übrigens Ende letzten Jahres mit Andreas Mildner die Harfenstelle auch männlich besetzt worden. Ich durfte ihn auch schon bei einem grandiosen Konzert im Duo mit Andreas Martin Hofmeir (Tuba) erleben: Ein Konzertabend. Dreimal gewonnen.

 

Das WDR Sinfonieorchester startet in die Konzertsaison 2014/15

Hurra, die Sommerpause ist zu Ende!

An diesem Wochenende startet das WDR Sinfonieorchester in die Konzertsaison 2014/15. Bereits seit Dienstag probt es mit seinem Chefdirigenten Jukka-Pekka Saraste für das erste Konzert, das allerdings nicht in Köln, sondern im Amsterdamer Concertgebouw stattfinden wird.

 

Stippvisite im Concertgebouw

Das Orchester wird die Geigerin Patricia Kopatchinskaja beim Violinkonzert Nr. 5 A-dur, KV 219 von W. A. Mozart begleiten und die Sinfonie Nr. 5 von Jean Sibelius spielen. Zu Beginn des Konzerts werden die Haydn-Variationen von Johannes Brahms zu hören sein, hier in einer Aufnahme mit Semyon Bychkov, dem Vorgänger von Jukka-Pekka Saraste:

Zum 6. Mal: mittendrin – ein Tag mit den WDR Klangkörpern

Das Kölner Publikum kann das WDR Sinfonieorchester, wie auch das seit dieser Saison umbenannte WDR Funkhausorchester (vormals WDR Rundfunkorchester), den WDR Rundfunkchor und die WDR Big Band – also alle WDR Klangkörper –, erstmals am Sonntag, 31. August, im WDR Funkhaus erleben.

Traditionell öffnet der WDR zu Saisonbeginn seine Pforten für den Tag der offenen Tür der WDR Orchester. Von 12 bis 18 Uhr kann man dort mittendrin die vielfältige Arbeit der WDR-Musikerinnen und -Musiker und vieler Kolleginnen und Kollegen, die mit (klassischer) Musik im WDR beschäftigt sind, kennenlernen:

„Den ganzen Tag über hallen die Säle von Sinfonik, Jazz, Vokal- und Ensemblemusik in unterschiedlichsten Besetzungen wider. Zusätzlich zu den Konzerten locken hinter vielen Türen des Hauses Überraschungen und Entdeckungen: Die MusikerInnen teilen sich dazu in einzelne Gruppen auf, veranstalten Workshops, organisieren Mitmach- Programme und viele weitere Aktivitäten für Jung und Alt. Man kann an einem Atem- und Stimmtraining teilnehmen oder die offene Instrumentenwerkstatt besuchen; für Ratefreunde gibt es ein Musikquiz, Technikfreaks dürfen den KlangzauberInnen an den Hightech-Mischpulten über die Schulter schauen. Natürlich ist auch reichlich Gelegenheit, die erfahrenen Profis all das zu fragen, was man immer schon mal wissen wollte – über das Leben der MusikerInnen, über die Voraussetzungen zum Beruf, über die großen und kleinen Geheimnisse der Stimme und des Instruments. Und zu alledem ist der Eintritt natürlich frei!“

Sehr empfehlenswert! Hier gibt es den Programmablauf des abwechlsungsreichen Tages. Und hier gibt es meine Impressionen vom letzten Jahr: Mittendrin: Ein Tag mit den WDR Orchestern 2013

WDR 3 ist live dabei

Wer am Sonntag nicht in Köln sein kann: WDR 3 berichtet von 12:05 bis 15 Uhr live von den Geschehnissen vor Ort. Was alles geboten wird, hat Christoph Stahl, der Leiter der WDR-Hauptabteilung Orchester und Chor, bereits in diesem Interview bei WDR 3 verraten: Konzertatmosphäre hautnah

Ins Wochenende mit: Bruckner und Kent Nagano

Das WDR Sinfonieorchester beschließt an diesem Wochenende seine Konzertsaison 2013/14 mit dem Konzert a-moll für Violine und Orchester op. 53 von Antonín Dvořák und der unvollendeten Sinfonie Nr. 9 d-moll von Anton Bruckner. Gestern gab es beim PhilharmonieLunch bereits eine Kostprobe aus dem 3. Satz der Sinfonie, angekündigt vom Manager des WDR Sinfonieorchesters Siegwald Bütow:

 

Solist im Violinkonzert ist der Geiger und Schirmherr der WDRSO-Orchesterakademie Frank Peter Zimmermann. Zu Gast am Pult des Orchesters ist der leidenschaftliche Surfer unter den Stardirigenten Kent Nagano. Hier spricht er im Typisch-Deutsch-Interview der Deutschen Welle, über Pop und klassische Musik, die Wichtigkeit von musikalischer Erziehung und die Besonderheit des deutschen Orchesterklangs:
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Ins Wochenende mit: Mozart

Leopold Mozart mit Wolfgang Amadeus und Maria Anna, an der Wand ein Porträt der verstorbenen Ehefrau Anna Maria. Gemälde von Johann Nepomuk della Croce, um 1780 Quelle: Wikimedia

Werke von Mozart senior und junior stehen ab heute Abend bei den Konzerten „Im Serenadenton“ auf dem Programm des WDR Sinfonieorchesters.

Gemeinsam mit der Geigerin Alina Pogostkina und dem WDRSO-Solo-Trompeter Peter Mönkediek  sowie dem ehemaligen WDRSO-Solo-Posaunisten Harry Ries spielt das Orchester unter der Leitung von Reinhard Goebel die Serenade D-dur für Trompete, Posaune und Orchester von Leopold Mozart sowie das Violinkonzert D-Dur KV 271a und die Serenade Nr. 9 D-dur KV 320, auch bekannt als „Posthorn-Serenade“, von Wolfgang Amadeus Mozart.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Probe mit Alina Pogastkina im Großen Sendesaal des WDR Funkhauses:

 

Während das Violinkonzert vermutlich nicht aus Wolferls Feder stammt (mehr dazu verrät das Programmheft zum Konzert), ist von der Posthorn-Serenade überliefert, dass er sie als Finalmusik den Salzburger Studenten zur Feier ihres Studienabschlusses im August gewidmet hat. Das überraschend einsetzende Alltagsinstrument Posthorn gab der Serenade ihren Namen und könnte die Abfahrt der Studenten in die Semesterferien signalisiert haben. Hier das Menuett und Trio II gespielt von Luciano Marconcini und dem Orchestra I Pomeriggi Musicali unter Pietro Mianiti:

Nach dem Konzert heute Abend im WDR Funkhaus Köln kommt am Samstag das Publikum des Mozartfests in der Residenz Würzburg in den Genuss des Programms, bevor es am Sonntag auch bei den Weilburger Schlosskonzerten aufgeführt wird.

WDR 3 sendet das Konzert am Freitag, den 18. Juli 2014, von 20.05-22.00 Uhr.

Wer mehr über die Geigerin Alina Pogostkina erfahren möchte, Jan Holthaus von BR Klassik hat sie ins U21-Verhör genommen:

 

 

 

 

Das WDR Sinfonieorchester Köln feiert den 150. Geburtstag von Richard Strauss

Am 11. Juni feiert die Klassikwelt den 150. Geburtstag von Richard Strauss. Das WDRSO widmet dem Komponisten und Dirigenten gleich drei Geburtstagskonzerte, für die die Proben mit Andris Nelsons bereits begonnen haben:

 

Als Highlights stehen natürlich Also sprach Zarathustra – bekannt aus Film und Fernsehen 😉 –  und die Sinfonia domestica, in der Richard Strauss einen lebhaften Besuch der Verwandtschaft, die Beziehung der Eltern zum Kind, einen Familienzwist und als Finale den häuslichen Frieden vertonte, auf dem Programm.

Wer mitfeiern möchte, kann das WDR Sinfonieorchester mit seinen Gästen Baiba Skride und Marc-André Hamelin an folgenden Abenden live und/oder im Radio auf WDR 3 erleben:

Richard Strauss zum 150. Geburtstag I

Fr 06.06.2014, 20 Uhr, Kölner Philharmonie und live bei WDR 3
Di 10.06.2014, 20 Uhr, Konzerthaus Dortmund

  • Symphonische Fantasie aus Die Frau ohne Schatten für Orchester
  • Konzert d-moll für Violine und Orchester op. 8 mit Baiba Skride
  • Also sprach Zarathustra op. 30

WDR 3 überträgt ab 20:05 Uhr live aus der Kölner Philharmonie.

Richard Strauss zum 150. Geburtstag II

Sa 07.06.2014, 20 Uhr, Kölner Philharmonie

  • Konzert d-moll für Violine und Orchester op. 8 mit Baiba Skride
  • Sinfonia domestica F-dur op. 53

Sendung im Konzert der Woche, 28. Juni 2014, 13.04 – 15.00 Uhr, auf WDR 3.

Richard Strauss zum 150. Geburtstag III

Mi 11.06.2014, 20 Uhr, Essen, Philharmonie

  • Symphonische Fantasie aus Die Frau ohne Schatten für Orchester
  • Burleske d-moll für Klavier und Orchester mit Marc-André Hamelin
  • Sinfonia domestica F-dur op. 53

Sendung am 13. Juni 2014, 20.05 – 22.00 Uhr, auf WDR 3.

Mehr Infos und Programmhefte zum Download gibt es hier: wdr-sinfonieorchester.de

Und als kleinen Vorgeschmack gibt’s schon mal ein Häppchen Zarathustra mit dem WDRSO unter seinem ehemaligen Chefdirigenten Semyon Bychkov:

UPDATE 15.06.2014

Und hier eine kleine Kritik-Nachlese:

Martin Schrahn in der WAZ zum Essener Geburtstagskonzert III mit Marc-André Hamelin: Pianist Marc-André Hamelin hält Strauss in der Balance

Matthias Corvin im General-Anzeiger Bonn zum Kölner Geburtstagskonzert I mit Baiba Skride: Richard Strauss – WDR-Sinfonieorchester und Dirigent Andris Nelsons gratulieren

Richard Strauss
WDR-Sinfonieorchester und Dirigent Andris Nelsons gratulieren

Richard Strauss: WDR-Sinfonieorchester und Dirigent Andris Nelsons gratulieren | GA-Bonn – Lesen Sie mehr auf:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/kultur/WDR-Sinfonieorchester-und-Dirigent-Andris-Nelsons-gratulieren-article1371856.html#plx35346061