Schlagwort-Archiv: WDR 3

Martin Grubinger zu Gast beim WDR Sinfonieorchester Köln

Martin Grubinger im Konzert
Foto: CC Frank C. Müller

Diese Woche ist der – DER! – österreichische Schlagzeuger Martin Grubinger zu Gast beim WDR Sinfonieorchester Köln.

Er eröffnet die beiden Konzerte unter dem Titel BEAThoven am 29. und 30. Oktober mit dem für ihn 2012 vom chinesischen Komponisten Tan Dun  komponierten Konzert für Schlagzeug und Orchester The Tears of Nature.

Hier eine kleine Kostprobe aus einer Aufführung am 25. April 2014 mit den Wiener Symphonikern unter der Leitung von Krzysztof Urbanski  im Wiener Konzerthaus:

Wie am Konzerttitel unschwer zu erraten ist, gibt es im zweiten Teil des Konzerts etwas von Ludwig van Beethoven zu hören. Das WDR Sinfonieorchester spielt seine Sinfonie Nr. 7 A-dur op. 92 aus dem Jahr 1812. 1812 – da war doch was … richtig:

„Das Datum der begonnenen Partiturniederschrift ‚Sinfonie 1812, 13ten May‘ war in jeder Hinsicht historisch. Eine Woche darauf verpflichtete Napoleon die in Dresden versammelten Fürsten Deutschlands zur Teilnahme an seinem Überfall auf Russland.“ [Harry Goldschmidt: Beethoven. Werkeinführungen. Reclam, Leipzig 1975, S. 54f.]

Wer mehr zu den geschichtlichen Ereignissen und ihrem Zusammenhang mit Beethovens 7. Sinfonie wissen will, wird hier fündig:

Das WDR Sinfonieorchester Köln spielt das Werk diese Woche unter der Leitung von Eivind Aadland, mit dem das Orchester bei seinen CD-Produktionen des Werks von Edvard Grieg schon länger zusammenarbeitet.

Hier der 4. Satz der Sinfonie mit dem WDRSO dirigiert von seinem Chef Jukka-Pekka Saraste:

Das Konzert am Mittwochabend, 29. Oktober, überträgt WDR 3 ab 20:05 Uhr live aus der Bielefelder Rudolf-Oetker-Halle.

Am Donnerstag, den 30. Oktober, sind Martin Grubinger und das WDRSO in der Reihe PlanM@Philharmonie in Köln zu sehen und hören. Alle, die nicht vor Ort sind, können das Konzert ab 19 Uhr Uhr im Livestream verfolgen: PlanM@Philharmonie – BEAThoven.

Wer zu beiden Liveübertragungsterminen keine Zeit hat, kann das Konzert noch bis Ende November im WDR 3 Konzertplayer nachhören.

Das WDR Sinfonieorchester startet in die Konzertsaison 2014/15

Hurra, die Sommerpause ist zu Ende!

An diesem Wochenende startet das WDR Sinfonieorchester in die Konzertsaison 2014/15. Bereits seit Dienstag probt es mit seinem Chefdirigenten Jukka-Pekka Saraste für das erste Konzert, das allerdings nicht in Köln, sondern im Amsterdamer Concertgebouw stattfinden wird.

 

Stippvisite im Concertgebouw

Das Orchester wird die Geigerin Patricia Kopatchinskaja beim Violinkonzert Nr. 5 A-dur, KV 219 von W. A. Mozart begleiten und die Sinfonie Nr. 5 von Jean Sibelius spielen. Zu Beginn des Konzerts werden die Haydn-Variationen von Johannes Brahms zu hören sein, hier in einer Aufnahme mit Semyon Bychkov, dem Vorgänger von Jukka-Pekka Saraste:

Zum 6. Mal: mittendrin – ein Tag mit den WDR Klangkörpern

Das Kölner Publikum kann das WDR Sinfonieorchester, wie auch das seit dieser Saison umbenannte WDR Funkhausorchester (vormals WDR Rundfunkorchester), den WDR Rundfunkchor und die WDR Big Band – also alle WDR Klangkörper –, erstmals am Sonntag, 31. August, im WDR Funkhaus erleben.

Traditionell öffnet der WDR zu Saisonbeginn seine Pforten für den Tag der offenen Tür der WDR Orchester. Von 12 bis 18 Uhr kann man dort mittendrin die vielfältige Arbeit der WDR-Musikerinnen und -Musiker und vieler Kolleginnen und Kollegen, die mit (klassischer) Musik im WDR beschäftigt sind, kennenlernen:

„Den ganzen Tag über hallen die Säle von Sinfonik, Jazz, Vokal- und Ensemblemusik in unterschiedlichsten Besetzungen wider. Zusätzlich zu den Konzerten locken hinter vielen Türen des Hauses Überraschungen und Entdeckungen: Die MusikerInnen teilen sich dazu in einzelne Gruppen auf, veranstalten Workshops, organisieren Mitmach- Programme und viele weitere Aktivitäten für Jung und Alt. Man kann an einem Atem- und Stimmtraining teilnehmen oder die offene Instrumentenwerkstatt besuchen; für Ratefreunde gibt es ein Musikquiz, Technikfreaks dürfen den KlangzauberInnen an den Hightech-Mischpulten über die Schulter schauen. Natürlich ist auch reichlich Gelegenheit, die erfahrenen Profis all das zu fragen, was man immer schon mal wissen wollte – über das Leben der MusikerInnen, über die Voraussetzungen zum Beruf, über die großen und kleinen Geheimnisse der Stimme und des Instruments. Und zu alledem ist der Eintritt natürlich frei!“

Sehr empfehlenswert! Hier gibt es den Programmablauf des abwechlsungsreichen Tages. Und hier gibt es meine Impressionen vom letzten Jahr: Mittendrin: Ein Tag mit den WDR Orchestern 2013

WDR 3 ist live dabei

Wer am Sonntag nicht in Köln sein kann: WDR 3 berichtet von 12:05 bis 15 Uhr live von den Geschehnissen vor Ort. Was alles geboten wird, hat Christoph Stahl, der Leiter der WDR-Hauptabteilung Orchester und Chor, bereits in diesem Interview bei WDR 3 verraten: Konzertatmosphäre hautnah

Tipps zum Wochenende: Klassik im TV und Radio

Samstag, 16. August 2014

  • Von 20:15-21:45 Uhr sendet 3sat einen Konzertmitschnitt vom 28. März 2014 aus der Kölner Philharmonie. Das WDR Sinfonieorchester begleitet unter der Leitung von Chefdirigent Jukka-Pekka Saraste die russische Pianistin Anna Vinnitskaya beim Konzert Nr. 2 c-moll für Klavier und Orchester op. 18 von Sergej Rachmaninow. Anschließend steht die 4. Sinfonie von Ludwig van Beethoven auf dem Programm. Infos über die Werke und Solistin gibt es im Programmheft zum Konzert.

PS: Das Thema des zweiten Satzes aus Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2 hat Eric Carmen übrigens in seiner Ballade All by Myself übernommen (apropos „Klassik vorher-nachher“):

Sonntag, 17. August 2014

  • Von 10:05-12:00 Uhr ist das WDR Sinfonieorchester Köln wie jede Woche im WDR 3  Sonntagskonzert zu hören. Dieses Mal stehen Werke von Beethoven, Saint-Saëns, Dvorák, Albéniz und Debussy auf dem abwechlsungsreichen Programm.
  • Wer sich dafür interessiert, wie das Feuer der klassischen Musik weitergetragen wird:
    Von 10:45-12:00 Uhr sendet 3 sat die Dokumentation Ciao Cello über den TONALi Grand Prix, den höchstdotierten Nachwuchswettbewerb für talentierte Musiker in Deutschland, der jährlich zwischen Klavier, Violine und Violoncello wechselt.

„Der Film von Hannes Treiber beobachtet den Cello-Wettbewerb 2012 und die unerbittliche Konkurrenz unter den Teilnehmern. Einen ganzen Sommer lang begleitet er zwölf junge Cellistinnen und Cellisten durch den renommierten, alles abfordernden Wettbewerb. Dabei lernen wir die Teilnehmer kennen mit all ihren Hoffnungen, Träumen und Ängsten.“

  • Wer dagegen nicht genug vom WDR Sinfonieorchester, Jukka-Pekka Saraste und Sergej Rachmaninow bekommen kann:
    Von 10:50-12:20 Uhr sendet das WDR Fernsehen einen Konzertmitschnitt vom 9. März 2012 aus der Kölner Philharmonie. Zu hören und sehen sind das Konzert Nr. 3 d-moll für Klavier und Orchester op. 30 mit Denis Matsuev und die 1. Sinfonie von Johannes Brahms.

Mit dem „Klassiker“ der Drei Peheiros verabschiede ich mich und wünsche euch das schönste Wochenende der Welt – hoffentlich mit viel (klassischer) Musik!

Ins Wochenende mit: Mozart

Leopold Mozart mit Wolfgang Amadeus und Maria Anna, an der Wand ein Porträt der verstorbenen Ehefrau Anna Maria. Gemälde von Johann Nepomuk della Croce, um 1780 Quelle: Wikimedia

Werke von Mozart senior und junior stehen ab heute Abend bei den Konzerten „Im Serenadenton“ auf dem Programm des WDR Sinfonieorchesters.

Gemeinsam mit der Geigerin Alina Pogostkina und dem WDRSO-Solo-Trompeter Peter Mönkediek  sowie dem ehemaligen WDRSO-Solo-Posaunisten Harry Ries spielt das Orchester unter der Leitung von Reinhard Goebel die Serenade D-dur für Trompete, Posaune und Orchester von Leopold Mozart sowie das Violinkonzert D-Dur KV 271a und die Serenade Nr. 9 D-dur KV 320, auch bekannt als „Posthorn-Serenade“, von Wolfgang Amadeus Mozart.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Probe mit Alina Pogastkina im Großen Sendesaal des WDR Funkhauses:

 

Während das Violinkonzert vermutlich nicht aus Wolferls Feder stammt (mehr dazu verrät das Programmheft zum Konzert), ist von der Posthorn-Serenade überliefert, dass er sie als Finalmusik den Salzburger Studenten zur Feier ihres Studienabschlusses im August gewidmet hat. Das überraschend einsetzende Alltagsinstrument Posthorn gab der Serenade ihren Namen und könnte die Abfahrt der Studenten in die Semesterferien signalisiert haben. Hier das Menuett und Trio II gespielt von Luciano Marconcini und dem Orchestra I Pomeriggi Musicali unter Pietro Mianiti:

Nach dem Konzert heute Abend im WDR Funkhaus Köln kommt am Samstag das Publikum des Mozartfests in der Residenz Würzburg in den Genuss des Programms, bevor es am Sonntag auch bei den Weilburger Schlosskonzerten aufgeführt wird.

WDR 3 sendet das Konzert am Freitag, den 18. Juli 2014, von 20.05-22.00 Uhr.

Wer mehr über die Geigerin Alina Pogostkina erfahren möchte, Jan Holthaus von BR Klassik hat sie ins U21-Verhör genommen:

 

 

 

 

Ins Wochenende mit: Bernstein und Brahms

Ins Wochenende mit …

dem ersten Satz der 4. Sinfonie von Johannes Brahms, mit der das WDR Sinfonieorchester sein heutiges Konzert in der Kölner Philharmonie beschließen wird. Unter der Leitung seines jetzigen Chefdirigenten Jukka-Pekka Saraste hat es die Sinfonie bereits im gestrigen Gastkonzert in Viersen aufgeführt.

Neben Brahms stehen heute Abend noch zwei weitere meiner Lieblingskomponisten (s. meine Klassik Top Ten) auf dem Programm:
Leonard Bernstein, dessen Ouvertüre zum Musical Candide der fulminante Einstieg in den Konzertabend wird, und Dmitrij Schostakowitsch, der mit seinem grandiosen Konzert Nr. 1 c-moll für Klavier und Streichorchester mit Trompete op. 35 vertreten ist. Solisten des Abends sind Jean-Yves Thibaudet am Klavier und WDRSO-Solo-Trompeter Peter Mönkediek.

Für alle, die nicht vor Ort dabei sein können, überträgt WDR 3 das Konzert ab 20:05 Uhr live aus der Kölner Philharmonie. Ab morgen kann das Konzert 30 Tage lang im WDR 3 Konzertplayer nachgehört werden. Weitere Infos zu den Stücken und Interpreten sind im Programmheft zu finden.

Wer der englischen Sprache mächtig ist, dem empfehle ich außerdem die großartige Analyse des ersten Satzes von Brahms 4. Sinfonie von Leonard Bernstein:

Morgen gastiert das WDR Sinfonieorchester gemeinsam mit Jean-Yves Thibaudet und Jukka-Pekka Saraste in der Alten Oper Frankfurt. Dann werden Bernsteins Candide-Ouvertüre, Gershwins Concerto in F und die Sinfonie Nr. 7 von Ludwig van Beethoven auf dem Programm stehen. Und als Fan wird – quasi in Vertretung – in ihrem ureigenen Terrain meine liebe Freundin Orchestrasfan zur Stelle sein, der ich schon jetzt einen schönen Konzertabend mit meinem Lieblingsorchester wünsche! 🙂

Ins Wochenende mit: Mozart

Ins Wochenende mit …
dem „Qui tollis“ aus dem Gloria der Messe c-moll für Soli, Chor und Orchester KV 427 Große Messe“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Hier in einer Aufnahme mit dem Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Leonard Bernstein.

Heute Abend wird sie in der Kölner Philharmonie erklingen beim Konzert „Sinfonie plus – Fragment und Vollendung“ des WDR Sinfonieorchesters Köln. Es musiziert gemeinsam mit dem WDR Rundfunkchor und dem Solistenquartett Christiane Karg (Sopran I – diese Saison übrigens Artist in Residence beim hr-Sinfonieorchester), Sophia Brommer (Sopran II), Jeremy Ovenden (Tenor) und Tareq Nazmi (Bass).

Christoph Eschenbach, der das Konzert ursprünglich leiten sollte, ist leider erkrankt und wird von Bernard Labadie vertreten.

Nach Mozarts letztem unvollendeten geistlichen Werk steht mit der Sinfonie Nr. 41 C-dur KV 551 „Jupiter“ auch seine letzte Sinfonie auf dem Programm.

Das Konzert wird ab 20:05 Uhr live auf WDR 3 übertragen und kann anschließend 30 Tage lang im WDR 3 Konzertplayer nachgehört werden. Mehr Infos zum Konzert gibt es im Programmheft.

Am Samstagabend kommt auch das Publikum im Konzerthaus Dortmund in den Genuss dieses Konzerts.

WDR 3 wird 50. Alles Gute zum Geburtstag!

fdw_8Hipphipphurra, WDR 3, der „Heimatsender“ der WDR Orchester feiert heute sein 50-jähriges Bestehen! Zur Feier des Tages klingt das Geburtstagsprogramm auf WDR 3 heute anders als gewohnt:

Am Jubiläumstag selbst, dem 29. März 2014, ist das WDR 3 Programm komplett aus den Angeln gehoben. Die HörerInnen haben gewählt und ihre elf Favoriten aus 50 online zur Wahl gestellten Werken ausgesucht. In jeder Stunde spielt WDR 3 ein Werk aus den „Top Elf“ und erläutert die Hintergründe der jeweiligen Produktion. Zusätzlich erinnert WDR 3 an Programmhöhepunkte aus seiner 50jährigen Geschichte und beantwortet Hörerfragen rund um das Kulturradio.

Wer mehr über das zurückliegende halbe WDR-3-Jahrhundert erfahren möchte, findet hier Links zu Berichten, Bildergalerien und vielem mehr: 50 Jahre Radio-Kultur.
Auch die aktuelle WDR-Radiobroschüre wartet mit vielen Informationen zum WDR-3-Geburtstag auf:

Bei der offiziellen Geburtstagsfeier, die am Samstag, den 29. März, ab 20:05 auf WDR 3 übertragen wird, sorgt zwar die WDR Big Band für groovige Partyklänge. Das WDR Sinfonieorchester ist aber dank der Wahl der WDR-3-HörerInnen im geburtstäglichen Programm gleich mehrfach mit folgenden Aufnahmen zu hören:

  • Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 35 D-Dur KV 385 mit Otto Klemperer aus dem Jahr 1964
  • Alban Berg: Drei Bruchstücke aus der Oper „Wozzeck“ mit Wendy Fine (Sopran) und Carlos Kleiber aus dem Jahr 1972
  • Igor Strawinsky: Capriccio für Klavier und Orchester mit Pi-hsien Chen (Klavier) und Peter Eötvös aus dem Jahr 1991
  • Robert Schumann: Cellokonzert a-Moll, op. 129 mit Heinrich Schiff (Violoncello) und Hans Vonk aus dem Jahr 1994
  • Bernd Alois Zimmermann: Musique pour les soupers du Roi Ubu mit Peter Rundel aus dem Jahr 2006

Der Reihe illustrer GratulantInnen schließe ich mich gerne mit besten Wünschen für eine glückliche und lange Zukunft an und lasse mein Lieblingsorchester zur Feier des Tages noch die festliche Fanfarenmusik aus Leoš Janáčeks Sinfonietta spielen:

Ins Wochenende mit: Beethoven

Ins Wochenende mit …

dem dritten Satz aus der Sinfonie Nr. 4 B-dur op. 60 von Ludwig van Beethoven. Hier gespielt von The London Classical Players unter der Leitung von Roger Norrington.

Das WDR Sinfonieorchester Köln spielt die Sinfonie unter der Leitung von Jukka-Pekka Saraste heute Abend live in der Kölner Philharmonie im zweiten Teil des Konzerts „Bravour und Brio“.

Zuvor ist die russische Pianistin Anna Vinnitskaya zu hören mit dem Konzert Nr. 2 c-moll für Klavier und Orchester op. 18 von Sergej Rachmaninow, der heute vor 71 Jahren in Beverly Hills gestorben ist.

WDR 3 überträgt das Konzert ab 20:05 live. Anschließend kann es 30 Tage lang im WDR 3 Konzertplayer nachgehört werden. Mehr Infos zum Konzert stehen hier im Programmheft.

Happy Hour „mit Trauerrand“ ;-)

»Die neue Symphonie ist so melancholisch, daß Sie es nicht aushalten. Ich habe noch nie so was Trauriges, Molliges geschrieben: die Partitur muß mit Trauerrand erscheinen.«

Johannes Brahms | Quelle: Wikimedia Commons

Keine Sorge! Beim Konzert „Happy Hour – Klassik um Sieben“ am Donnerstag (27. März) müssen nicht die Taschentücher gezückt werden. Johannes Brahms beliebte vor der Veröffentlichung seiner 2. Sinfonie zu scherzen, als er seinen Verleger Fritz Simrock mit obigem Ausspruch in die Irre führte.

Sein Freund Theodor Billroth traf mit seiner Bemerkung nach der Uraufführung  1878 den Charakter der Sinfonie schon genauer:

Das ist ja lauter blauer Himmel, Quellenrieseln, Sonnenschein und kühler grüner Schatten!“

Das WDR Sinfonieorchester spielt die der Sinfonie Nr. 2 D-dur op. 73 von Johannes Brahms unter der Leitung von Jukka-Pekka Saraste. Das Konzert wird moderiert von Uwe Schulz, der sonst auf WDR 2 zu hören ist. Er wurde vom Happy-Hour-Redakteur (welch schöne Berufsbezeichnung) Michael Krügerke schon bestens auf das Konzert vorbereitet und lässt hier schon Spannendes erwarten.

Eine kleine  gratis Kostprobe gibt es am Donnerstag von 12:30-13 Uhr bereits beim PhilharmonieLunch in der Kölner Philharmonie.

Update 27.03.: Nein, gibt es nicht, denn die Kölner Philharmonie wies mich eben darauf hin, dass das WDRSO beim heutigen PhilharmonieLunch die 4. Beethoven probt, die morgen Abend auf dem Programm steht:


Dann gibt es also nur hier eine kleine Kostprobe zum heutigen Konzert 😉 – das WDRSO in einer Aufnahme mit Jukka-Pekka Sarastes Vorgänger Semyon Bychkov mit dem 4. Satz aus der 2. Brahms:

Dominique Horwitz zu Gast beim WDR Sinfonieorchester

Diese Woche ist der Schauspieler und Chansonnier Dominique Horwitz zu Gast beim WDRSO. Beim Konzert PlanM @ Philharmonie am Donnerstag wird er mit dem Orchester unter der Leitung von Lothar Zagrosek (gerade wiederholt zum „Dirigenten des Jahres“ gekürt) eine Zeitreise in die 20-er Jahre des letzten Jahrhunderts unternehmen.

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[CC BY-SA 3.0 Richard Greenhill/Hugo Elias]

Mensch und Maschine sind das Thema des Abends, bei dem Werke von Hanns Eisler (Balladen und Suite Nr. 3 aus dem Film Kuhle Wampe), Alexander Mossolow (Die Eisengießerei), Arthur Honegger (Pacific 231), Nebojsa Jovan Zivkovic (Trio per uno für 3 Schlagzeuger, zuletzt gespielt beim WDRSO-Kammerkonzert im September) und John Adams (Short Ride in a Fast Machine) auf dem Programm stehen.

„Die 20-er Jahre des letzten Jahrhunderts waren vom Geist des Futurismus geprägt. Während manche Komponisten das Hohelied der Maschine sangen, brannten anderen eher die sozialen Probleme des technischen Fortschritts auf den Nägeln.“

Und diese Themen scheinen auch heute noch beklemmend aktuell zu sein, wie in Hanns Eislers Ballade von den Säckeschmeißern zu hören ist:

Das von Isabel Hecker und Nicolas Tribes moderierte Konzert wird am Donnerstag ab 19 Uhr im Livestream übertragen und am 12. April ab 13 Uhr auf WDR 3 gesendet.