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„Jansons reist – Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in Südamerika“ in der BR-Mediathek (Screenshot 7.11.2013)

Filmtipp: Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in Südamerika

Hauptsache gut verpackt! Instrumente auf Reisen | Foto: stromo/Wikimedia Commons

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks war im Frühjahr 2014 auf Tournee in Südamerika und den Vereinigten Staaten. Begleitet wurde es vom Journalisten Eckhart Querner und vom Kameramann Peter Gillemot. In ihrem Film „Jansons reist – Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in Südamerika“ haben sie festgehalten, wie eine Orchestertournee mit 120 Musikerinnen und Musikern abläuft. Der erste Teil des Titels irritiert ein wenig, da sich der Film nur an wenigen Stellen ausschließlich um den Chefdirigenten des BRSO, Mariss Jansons, dreht.

Von Wassergläsern, Steaks und grandiosen Konzerten

Wer wissen möchte, wie der Orchesteralltag auf Reisen aussieht und mit welchen Höhen und Tiefen das Orchester, Chefdirigent Jansons, Solistin Mitsuko Uchida und die Orchesterinspizienten während der Tournee konfrontiert waren, kann dies in 44 lebendig erzählten Minuten miterleben:

„Jansons reist – Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in Südamerika“ in der BR-Mediathek (Screenshot 7.11.2013)
„Jansons reist – Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in Südamerika“ in der BR-Mediathek (Screenshot 7.11.2013)

BR Fernsehen

Das Bayerische Fernsehen wiederholt den Film, der erstmals am 6. November um 23:25 Uhr gesendet wurde, am Sonntag, 9. November 2014, um 8:40 Uhr. Im Anschluss folgt der Mitschnitt des Konzerts des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks aus dem Teatro Colón in Buenos Aires.

BR Mediathek

Wer den Film später noch sehen möchte, muss sich beeilen, denn er ist nur noch bis zum 12. November 2014 in der BR-Mediathek  zu sehen. Dass er dann depubliziert werden muss und nicht mehr zur Verfügung steht, verdanken wir den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Bundesländer, die diese 7-Tage-Regelung im 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag beschlossen haben.

Daheim und in der Welt zu Hause

Nicht nur das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, auch die anderen ARD-Rundfunksinfonieorchester gehen regelmäßig auf Tournee. Warum?
Sie zählen nicht nur hierzulande, sondern weltweit zu den Spitzenorchestern, die von internationalen Konzertveranstaltern gerne eingeladen werden. Bei ihren Tourneen sind sie als Kulturbotschafter unseres Landes unterwegs und erleben als Orchestergemeinschaft intensive Proben- und Konzerterfahrungen, von denen anschließend auch das Publikum zu Hause profitiert. Mit anderen Worten: Tourneen schweißen zusammen und formen die kollektive Erfahrung eines Klangkörpers. Dazu gehört leider auch die Erkenntnis, dass ein Orchester wie das BRSO zu Hause nur von Konzertsälen wie in Argentinien oder Brasilien träumen kann …

Das WDR Sinfonieorchester Köln tourte übrigens im Jahr 2000 vom 15.-27. November mit seinem damaligen Chefdirigenten Semyon Bychkov und dem Klaviersolisten Lev Alexander Vinocour durch Südamerika und Mexiko: Klassik meets Samba – das WDR Sinfonieorchester Köln auf Südamerika-Tournee.

Die nächste Konzertreise wird es mit dem Dirigenten Yutaka Sado vom 6.-23. Dezember 2014 nach Japan unternehmen. Im Gepäck die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven.

„Mit Spielfreude und Intensität“ – @musikkritik über das WDRSO Gastspiel in Salzburg

Über das dreitägige Gastspiel des WDR Sinfonieorchesters im Mai im Großen Festspielhaus Salzburg habe ich ja bereits hier und hier berichtet, und es fand auch bereits eine Kritik des ersten Konzertabends („Perfektes Hornquartett […] tonschöne Holzbläser […] exorbitante Qualitäten der Streicher“) Erwähnung.

 

Auch Matthias Corvin (alias @musikkritik bei Twitter) hat jetzt im Nachrichtenmagazin Musik heute über den WDRSO-Gastspielaufenthalt berichtet.  Dabei hat er den Fokus auf die Akteure gerichtet – den Dirigenten, die Musikerinnen und Musiker des Orchesters, die Orchesterwarte, das Management – und bietet auf diese Weise einen sehr interessanten Einblick in den Orchesteralltag „auf Reisen“.

Daher empfehle ich seinen sehr lesenswerten Beitrag nicht nur WDRSO-Fans, sondern allen, die sich dafür interessieren, was an einer Orchester-Gastspielreise so besonders ist: Mit Spielfreude und Intensität – WDR Sinfonieorchester drei Abende im Salzburger Großen Festspielhaus.

 

„Unterwegs mit Pauken und Trompeten“

 

Was ist alles zu beachten, wenn ein ganzes Sinfonieorchester „mit Pauken und Trompeten“ auf Reisen geht? WDRSO-Disponentin Susanne Heyer verrät es hier in einem interessanten Interview, wo sie auch die Frage nach dem transportempfindlichsten Instrument beantwortet:

„Grundsätzlich sind alle Instrumente aus Holz sehr empfindlich. Sie reagieren zum Beispiel empfindlich auf starke Temperaturschwankungen und können kaputt gehen. In Wien ist uns einmal ein Kontrabass kaputt gegangen: Die Klimaanlage im vollgestopften LKW funktionierte nicht mehr richtig, beim Ausladen draußen waren es minus 18 Grad – und im warmen Saal ist das Holz gerissen.“

Heute kehrt das WDR Sinfonieorchester von seiner kurzen Tournee durch das Baltikum (30. März bis 1. April 2014) wieder zurück nach Köln. Begleitet wurde es vom Musikjournalisten und WDR-3-Moderator Michael Struck-Schloen, der gestern morgen in der WDR-3-Sendung Mosaik schon über die Konzertreise berichtet hat. Das Gespräch kann hier nachgehört werden.

Audio: Das etwas andere Interview – @Orchestrasfan fragt @Orchestrasvoice zu Tourneen

Link: Audio: Das etwas andere Interview – @Orchestrasfan fragt @Orchestrasvoice zu Tourneen

Wie immer sehr spannend!

Die vorangegangenen Interviews sind – bis auf die leider schon depubliziertenim Blog von Orchestrasfan zu finden.