Schlagwort-Archiv: Robert Schumann

In die Osterferien mit: Schumann

Mit dem Scherzo aus der Frühlingssinfonie genannten 1. Sinfonie von Robert Schumann, gespielt vom Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin verabschiede ich mich in die Ferien und wünsche euch allen

„Vergnügtes Fest! Vergnügtes Osterei!“ –
hoffentlich mit viel (klassischer) Musik ♫

Da seht aufs neue dieses alte Wunder:
Der Osterhase kakelt wie ein Huhn
und fabriziert dort unter dem Holunder
ein Ei und noch ein Ei und hat zu tun.

Und auch der Mensch reckt frohbewegt die Glieder –
er zählt die Kinderchens: eins, zwei und drei …
Ja, was errötet denn die Gattin wieder?
Ei, ei, ei
ei, ei
ei!

Der fleißige Kaufherr aber packt die Ware
ins pappne Ei zum besseren Konsum:
Ein seidnes Schnupftuch, Nadeln für die Haare,
die Glitzerbrosche und das Riechparfuhm.

Das junge Volk, so Mädchen wie die Knaben,
sucht die voll Sinn versteckte Leckerei.
Man ruft beglückt, wenn sies gefunden haben:
Ei, ei, ei
ei, ei
ei!

Und Hans und Lene steckens in die Jacke,
das liebe Osterei – wen freut es nicht?
Glatt, wohlfeil, etwas süßlich im Geschmacke,
und ohne jedes innre Gleichgewicht.

Die deutsche Politik … Was wollt ich sagen?
Bei uns zu Lande ist das einerlei –
und kurz und gut: Verderbt euch nicht den Magen!
Vergnügtes Fest! Vergnügtes Osterei!

Kurt Tucholsky (1890-1935)

osterferien

Mit Elan: Robert Schumann – Sämtliche symphonische Werke Vol. 1

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Die erste Ausgabe der Einspielung von Robert Schumanns sinfonischem Werk mit dem WDR Sinfonieorchester unter Heinz Holliger, kürzlich nominiert für den Preis der deutschen Schallplattenkritik, findet auch bei klassik.com-Kritikerin Marion Beyer großen Anklang.

Hier ein Auszug aus ihrer Besprechung:

Schumanns Sinfonien erfordern zwar keine außerordentliche technische Virtuosität, aber ein Gespür für die subtilen musikalischen Verflechtungen und vielfältigen Klangnuancen. Beides gelingt dem WDR Sinfonieorchester auf herausragende Weise, denn insbesondere die Holzbläser überzeugen aufgrund sehr farbenreicher und absolut präziser Gestaltung, während die hohen Streicher ebenso tadellos agieren, aber eher selten genauso ausdrucksvoll wie die starke Bläsergruppe.

Besonders hervorzuheben ist die fulminante, unter die Haut gehende Tiefe von Bläsern und tiefen Streichern im Finalsatz der Ersten Sinfonie B-Dur. Holligers gutes Gespür für den romantischen Überschwang und gleichzeitig den musikalischen Ernst und die strukturelle Tiefe der Kompositionen Schumanns zeigt sich ebenso in der Sinfonie d-Moll. Der zupackende Ansatz dieser Interpretation erfordert eine hohe Aufmerksamkeit des Hörers, der in den ständig wechselnden Klangfarben und den ausschweifenden melodischen Bögen einen Reichtum musikalischer Ausdrucksmittel erleben darf. Holligers Zugriff zeigt aber auch einen bemerkenswert sicheren und flexiblen Umgang mit den Tempi, die das Orchester, sich wieder einmal als eine perfekt aufeinander abgestimmte und eingespielte Einheit präsentierend, gut aufzunehmen und umzusetzen weiß.

Die CD ist beim Label audite erschienen.

WDRSO Schumann CD nominiert für Preis der deutschen Schallplattenkritik

Link: WDRSO Schumann CD nominiert für Preis der deutschen Schallplattenkritik

Das WDR Sinfonieorchester Köln startet mit einer Nominierung für den Preis der deutschen Schallplattenkritik ins neue Jahr.

Auf der Januar-Bestenliste ist die erste Ausgabe der Einspielung der sinfonischen Werke Robert Schumanns unter Heinz Holliger in der Kategorie Orchestermusik vertreten:

„Die Bestenlisten enthalten vierteljährlich die besten und interessantesten Neuveröffentlichungen der vorangegangenen drei Monate. Bewertungskriterien sind künstlerische Qualität, Repertoirewert, Präsentation und Klangqualität.“

Die CD ist beim Label audite erschienen.

Hélène Grimaud zu Gast beim WDR Sinfonieorchester Köln


For her second video response, Hélène chose the following question: Do you prefer performing solo, in a chamber ensemble, or with an orchestra, and why?

“Actually, I prefer playing with an orchestra“, antwortet Hélène Grimaud auf die Frage, ob sie lieber solo, mit einem Kammermusikensemble oder mit Orchesterbegleitung spielt.

Puh, Glück gehabt 😉 Dann wird sie die Konzerte mit dem WDR Sinfonieorchester diese Woche in Stuttgart (18.10.), Köln (19.10.) und Dortmund (20.10.) ja genießen. Auf dem Programm stehen Wagners Vorspiel zu Tristan und Isolde, das Klavierkonzert von Robert Schumann und die 4. Brahms.