Schlagwort-Archiv: Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester

Programm 4. Sinfoniekonzert 1952 Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester, Leitung und Solist: Georg Solti

Boldog születésnapot, Georg Solti!

Sir Georg Solti | Foto: CC BY-SA 3.0 Allan Warren
Sir Georg Solti | Foto: CC BY-SA 3.0 Allan Warren

Am 21. Oktober 1912 wurde Georg Solti geboren, „einer der herausragendsten Dirigenten unseres Jahrhunderts und eine führende Gestalt im Musikleben Europas und der Vereinigten Staaten”.

In den 1950er-Jahren dirigierte er öfters auch das ehemalige Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester (heute WDR Sinfonieorchester Köln) und trat mit ihm gemeinsam auch als Klavier-Solist auf. So zum Beispiel im Januar 1952 beim 4. Sinfoniekonzert des Orchesters:

Programm 4. Sinfoniekonzert 1952 Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester, Leitung und Solist: Georg Solti
Programm 4. Sinfoniekonzert 1952 [aus: 50 Jahre Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester]
Hier aus diesem Konzert der zweite Satz aus Mozarts Klavierkonzert d-moll KV 466:

Über das bewegte und musikbegeisterte Leben Georg Soltis berichtete anlässlich seines 100. Geburtstags eine sehr interessante BR-Klassik-Dokumentation, die auch Aufnahmen der Probenarbeit mit ihm zeigt:

http://www.youtube.com/watch?v=TjOr9Bkxc7s

In memoriam Lorin Maazel

Lorin Maazel (1930–2014)
Lorin Maazel (1930–2014) / Foto: Barbara Haws [GFDL, CC-BY-SA-3.0 oder CC-BY-2.5], Wikimedia Commons
Gestern starb der Dirigent, Violinist und Komponist Lorin Maazel. Die Musikwelt verliert mit ihm einen nicht nur musikalisch vielseitig talentierten Ausnahmekünstler, der bereits mit fünf Jahren Geige spielte, seit seinem siebten Lebensjahr das Dirigieren erlernte und bereits 1939 das Orchester der Interlochen Akademie bei einem Konzert anlässlich der New Yorker Weltausstellung leitete. Er besaß das absolute Gehör, ein fotografisches Gedächtnis und hatte Mathematik, Philosophie und Sprachen studiert.

Zu Beginn seiner beispiellosen Karriere dirigierte er in den Jahren 1958 bis 1960 auch vier Konzerte mit dem damaligen Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester, dem jetzigen WDR Sinfonieorchester Köln:

Konzerte des Kölner-Rundfunk-Sinfonie-Orchesters mit Lorin Maazel
Konzerte des Kölner-Rundfunk-Sinfonie-Orchesters mit Lorin Maazel [aus: Westdeutscher Rundfunk Köln, 50 Jahre Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester]
Der Bayerische Rundfunk würdigt den ehemaligen Chefdirigenten (1993-2002) seines Symphonieorchesters ausführlich, auch im Programm von BR Klassik:

„Zum Tod von Lorin Maazel hat BR-KLASSIK sein Programm geändert: Einen Nachruf hören Sie am 14. Juli ab 6.05 Uhr im Musikmagazin Allegro. Das Panorama widmet sich ab 14.05 Uhr ebenfalls dem großen Musiker. Am 15. Juli gibt es um 13.05 Uhr eine Sonderausgabe vonCantabile, um 14.05 Uhr ebenfalls ein Panorama und um 18.05 Uhr einen Konzertmitschnitt mit Maestro Maazel am Pult. Schließlich porträtiert BR-KLASSIK den großen Dirigenten in einer zweistündigen Sondersendung am 19. Juli ab 14.05 Uhr.“

Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 5, Adagietto, Lorin Maazel mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

“In these confused times, the role of classical music is at the very core of the struggle to reassert cultural and ethical values that have always characterized our country and for which we have traditionally been honored and respected outside our shores.”
Lorin Maazel

 

Zum 100. Geburtstag von Rafael Kubelík

„Es müssen alle ehrlich miteinander arbeiten. Es steht zwar einer da, der inspirieren soll, aber er kann doch nur dann inspirieren, wenn er bei den anderen völlige Aufgeschlossenheit erreicht hat. Ist sie da, wird er auch von ihnen (den Musikern) inspiriert und kann diese Inspiration zurückgeben. Das setzt aber voraus, daß der andere weiß, was der Dirigent denkt. Nur so erwächst ein gegenseitiges Vertrauen, und das Vertrauen ist das Wichtigste beim Musizieren.“ — Rafael Kubelík 1

Heute vor 100 Jahren wurde Rafael Kubelík geboren. Der Schweizer Dirigent tschechischer Herkunft studierte bereits mit 14 Jahren am Prager Konservatorium und debütierte  als 19-Jähriger am Pult der Tschechischen Philharmonie. Er verließ sein Heimatland nach dem Februarumsturz 1948, suchte zunächst in England Zuflucht und wurde 1967 Schweizer Staatsbürger. Von 1950-53 leitete er das Chicago Symphony Orchestra und von 1955-58 das Royal Opera House Covent Garden in London, bevor er von 1961-79 Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks wurde.

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Yom Huledet Same’ach, Gary Bertini!

Zum Geburtstag von Gary Bertini, der das damalige Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester von 1983-91 als Chefdirigent leitete, das Finale aus Gustav Mahlers 8. Sinfonie:

Julia Varady (Sopran), Marianne Haggander (Sopran), Maria Venuti (Sopran), Ann Howells (Alt), Florence Quivar (Alt), Paul Frey (Tenor), Alan Titus (Bariton), Siegfried Vogel (Baß)
Kölner Rundfunkchor, Prager Philharmonischer Chor, Südfunk-Chor Stuttgart, The Little Singers of Tokyo, Kölner Rundfunk-Sinfonieorchester, Leitung: Gary Bertini

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CD-Tipp für Mahler- und/oder Bertini-Fans: Gustav Mahler Symphonien Nr. 1-10

Zum Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy

Zum Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy, der heute vor 205 Jahren in Hamburg geboren wurde, eine historische Aufnahme des 4. Satzes seiner „Schottischen“ 3. Sinfonie mit dem Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester unter Dimitri Mitropoulos vom 24. Oktober 1960.

Das 2. Sinfoniekonzert der Saison 1960/61 unter der Leitung des griechischen Dirigenten, Komponisten und Pianisten war eines seiner letzten Konzerte. Er starb am 2. November in Mailand. Das 3. Sinfoniekonzert am 14. November widmete das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester seinem Gedenken:

[aus: Westdeutscher Rundfunk Köln, 50 Jahre Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester, S.98]

Boldog születésnapot, vill Glück zum Geburri, Géza Anda!

Géza Anda, der Schweizer Pianist ungarischer Herkunft, wäre heute 92 Jahre alt geworden. Am 2. Juni 1958 konzertierte Géza Anda unter der Leitung von Georg Solti im 10. Sinfoniekonzert mit dem damaligen Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester, dem heutigen WDR Sinfonieorchester (WDRSO) Köln:

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[aus: 50 Jahre Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester | by the way: Die Feuervogel-Suite von Strawinsky stand zuletzt am vergangenen Samstag in der Kölner Philharmonie wieder auf dem Programm des WDRSO 😉]

Eine Aufnahme mit den Mitschnitten dieses Konzerts und mit dem 2. Klavierkonzert von Johannes Brahms unter Otto Klemperer ist unter anderem hier erhältlich.

Wer mehr über Géza Anda erfahren möchte, dem empfehle ich den wunderbaren Film Künstler und Mensch von Peter Reichenbach, zu sehen auf der Website Géza Anda – Erbe eines Pianisten.