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Jukka-Pekka Saraste bleibt Chef beim WDR Sinfonieorchester Köln

„Die Arbeit mit einem Orchester beruht heutzutage auf wechselseitigem Einvernehmen zwischen Dirigent und den Musikern. Das Bewusstsein für die gemeinsame Verantwortung ist gewachsen“,

so heißt es im Buch Kapellimestari1, das Jukka-Pekka Saraste gemeinsam mit Pekka Tarkka verfasst hat.2

Chefdirigent des WDR Sinfonieorchesters Jukka-Pekka Saraste und Orchestermanager Siegwald Bütow © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0
Chefdirigent des WDR Sinfonieorchesters Jukka-Pekka Saraste und Orchestermanager Siegwald Bütow | © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Um das wechselseitige Einvernehmen zwischen dem WDR Sinfonieorchester und seinem finnischen Chefdirigenten scheint es ausnehmend gut bestellt zu sein, denn Jukka-Pekka Saraste hat seinen Vertrag um weitere drei Jahre verlängert. Er bleibt dem Orchester und seinem lokalen, nationalen und weltweiten Publikum einschließlich der Konzertsaison 2018/19 erhalten.

Seit 2010 ist Jukka-Pekka Saraste bereits Chefdirigent beim WDR Sinfonierorchester Köln. Für die kommende Saison sind Konzertreisen zu den Festivals in San Sebastián  (Brahms/Bruckner), im Rheingau (Sibelius Lemminkäinen-Suite) und zum Beethovenfest Bonn geplant. Auch ein weiteres dreitägiges Gastspiel des Orchesters im Großen Festspielhaus Salzburg ist geplant. Zunächst kommt aber das Publikum in China und Südkorea zu Beginn der neuen Saison in den Genuss eines Brahms-Zyklus.
Selbstverständlich feiern Orchester und Chefdirigent mit einem Sibelius-Zyklus auch den Geburtstag des finnischen Komponisten, der sich am 8. Dezember zum 150. Mal jährt.
Was in der Konzertsaison 2015/16 noch alles auf dem Programm steht, verrät die neue Saisonbroschüre:

WDR Sinfonieorchester Köln Saisonbroschüre 2015/16
WDR Sinfonieorchester Köln Saisonbroschüre 2015/16

Um ein ebenso schiefes Bild zu verwenden, wie WDR-Hörfunkdirektorin Valerie Weber in der Pressemitteilung zur Vertragsverlängerung („Man sagt ja oft: man soll dann aufhören, wenn es am Schönsten ist. Und genau aus diesem Grund machen wir weiter.“ [?!]3 ), gratuliere ich dem WDR Sinfonieorchester und Jukka-Pekka Saraste zur weiteren gemeinsamen Zusammenarbeit mit dem Scherzo aus der 3. Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Zum dritten Satz der Sinfonie heißt es bei Wikipedia4:

„Bis zum Takt 93 strömte alles im Pianissimo dahin, wodurch beim Hörer das unaufhörliche und laufende Gefühl einer Gespanntheit und das Warten auf eine Überraschung entstand.“

Eine Überraschung war die Vertragsverlängerung zwar nicht, aber ich freue mich trotzdem sehr darüber 🙂

  1. Pekka Tarkka/Jukka-Pekka Saraste: Kapellimestari  (leider nur auf Finnisch erschienen) []
  2. zitiert nach Jukka-Pekka Saraste Der Chefdirigent aus dem hohen Norden []
  3. „Glücklich über gemeinsame Erfolge“ Jukka-Pekka Saraste verlängert Vertrag als Chefdirigent des WDR Sinfonieorchesters Köln []
  4. Wikipedia: 3. Sinfonie (Beethoven) – Scherzo (Allegro vivace) []

Ins Wochenende mit: Strauss und Bruckner

Ins Wochenende mit …

dem Konzert Nr. 2 für Horn und Orchester von Richard Strauss. Hier der erste Satz in einer Aufnahme mit dem legendären britischen Hornisten Dennis Brain und dem Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Wolfgang Sawallisch.

Heute und morgen Abend wird das Hornkonzert in der Kölner Philharmonie zu hören sein, gespielt vom Solo-Hornisten des WDR Sinfonieorchesters, Paul van Zelm. Am Pult des Orchesters steht sein Chefdirigent Jukka-Pekka Saraste.

Im zweiten Teil des Konzerts „Widmungen“ spielt das WDR Sinfonieorchester die Sinfonie Nr. 7 von Anton Bruckner. Hierzu gibt es einen interessanten Audio-Beitrag mit Paul van Zelm und seinem WDRSO-Streicherkollegen Alfred Lutz, der hier angehört werden kann: WDR 3 Werkbetrachtung: Anton Bruckners 7. Sinfonie – Geburtsstunde des Weltruhms

Gestern war das WDR Sinfonieorchester bereits in Duisburg zu Gast, heute und morgen spielt es in der Kölner Philharmonie. Wie immer überträgt WDR 3 das Freitagskonzert ab 20:05 live. Anschließend kann es 30 Tage lang im WDR 3 Konzertplayer nachgehört werden. Wer mehr über das Konzert erfahren möchte, hier gibt es das Programmheft: Widmungen 27./28./29. 11. 2014 Duisburg/Köln

 

Tipps zum Wochenende: das WDR Sinfonieorchester im Radio und TV

Freitag, 7. November 2014

  • Vom 7. November bis 12. Dezember präsentiert der WDR-Hörfunk Michael Endes Roman „Die unendliche Geschichte“ als sechsteiliges Hörspiel u. a. mit Anna Thalbach, Hans Kremer und Mechthild Großmann. Die Hörspielmusik wurde vom WDR Sinfonieorchester in der Kölner Philharmonie aufgenommen. Das Hörspiel wird jeweils freitags von 14.05-15.00 Uhr bei WDR 5, im digitalen Radio und im Internet auf kiraka.de zu hören sein.

Samstag, 8. November 2014

WDRSO-Chefdirigent Jukka-Pekka Saraste | Foto: Frank Broede
WDRSO-Chefdirigent Jukka-Pekka Saraste | Foto: Felix Broede
  • Von 20:15-21:30 Uhr sendet 3sat einen Konzertmitschnitt vom 4. Oktober 2014 aus der Kölner Philharmonie. Dort führte das WDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Chefdirigent Jukka-Pekka Saraste gemeinsam mit dem NDR- und WDR-Rundfunkchor, Hanna-Elisabeth Müller (Sopran) und Andrè Schuen (Bariton) Ein deutsches Requiem op. 4 von Johannes Brahms auf. Infos über das Werk gibt es im Programmheft zum Konzert. Auf der Website des WDR Sinfonieorchesters sind außerdem Interviews mit Hanna-Elisabeth Müller und Andrè Schuen zu finden.

Sonntag, 9. November 2014

  • WDR 3 sendet von 10:05-12 Uhr das WDR 3 Sonntagskonzert mit Aufnahmen des WDR Sinfonieorchesters. Auf dem Programm stehen unter anderem die Ouvertüre zur Oper Iphigenie in Aulis von Christoph Willibald Gluck, Impressioni dal vero I von Gian Francesco Malipiero und die Sinfonische Suite aus der Bühnenmusik zu Elektra von Alphons Diepenbrock.

Ins Wochenende mit: Himmelsklängen und Xavier de Maistre

Ins Wochenende mit …
dem Harfenisten Xavier de Maistre, der als Solist der Saison 2014/15 seine ersten beiden Konzerte mit dem WDR Sinfonieorchester Köln unter der Leitung von Jukka-Pekka Saraste gibt. Das Kulturjournal des NDR stellt ihn im obigen Beitrag kurz vor.

Heute und morgen Abend spielt er das Konzert e-moll für Harfe und Orchester op. 182 von Carl Reinecke. Zuvor führt das WDR Sinfonieorchester die Komposition Transitus von Wolfgang Rihm erstmals in Deutschland auf und beschließt das Konzert mit der Sinfonie Nr. 8 C-Dur D 944 („Große Sinfonie C-Dur“) von Franz Schubert.

Mit diesen beiden Konzerten unter dem Motto „Himmelsklänge“ eröffnet das WDR Sinfonieorchester offiziell seine neue Konzertsaison in Köln. Wegen des ARD Radiofestivals, das noch bis zum 13. September von den ARD Kultursendern veranstaltet wird, überträgt WDR 3 das heutige Konzert aus der Kölner Philharmonie ausnahmsweise nicht live, sondern sendet den Mittschnitt am Freitag, den 17. Oktober 2014, von 20.05 bis 22.00 Uhr.

Hier schon ein kleiner Vorgeschmack auf die harfenistischen Himmelsklänge mit dem 1. Satz aus Reineckes Harfenkonzert, gespielt von Fabrice Pierre, der vom Schwedischen Kammerorchester unter der Leitung von Patrick Gallois begleitet wird:

PS: Beim WDR Sinfonieorchester ist übrigens Ende letzten Jahres mit Andreas Mildner die Harfenstelle auch männlich besetzt worden. Ich durfte ihn auch schon bei einem grandiosen Konzert im Duo mit Andreas Martin Hofmeir (Tuba) erleben: Ein Konzertabend. Dreimal gewonnen.

 

Das WDR Sinfonieorchester startet in die Konzertsaison 2014/15

Hurra, die Sommerpause ist zu Ende!

An diesem Wochenende startet das WDR Sinfonieorchester in die Konzertsaison 2014/15. Bereits seit Dienstag probt es mit seinem Chefdirigenten Jukka-Pekka Saraste für das erste Konzert, das allerdings nicht in Köln, sondern im Amsterdamer Concertgebouw stattfinden wird.

 

Stippvisite im Concertgebouw

Das Orchester wird die Geigerin Patricia Kopatchinskaja beim Violinkonzert Nr. 5 A-dur, KV 219 von W. A. Mozart begleiten und die Sinfonie Nr. 5 von Jean Sibelius spielen. Zu Beginn des Konzerts werden die Haydn-Variationen von Johannes Brahms zu hören sein, hier in einer Aufnahme mit Semyon Bychkov, dem Vorgänger von Jukka-Pekka Saraste:

Zum 6. Mal: mittendrin – ein Tag mit den WDR Klangkörpern

Das Kölner Publikum kann das WDR Sinfonieorchester, wie auch das seit dieser Saison umbenannte WDR Funkhausorchester (vormals WDR Rundfunkorchester), den WDR Rundfunkchor und die WDR Big Band – also alle WDR Klangkörper –, erstmals am Sonntag, 31. August, im WDR Funkhaus erleben.

Traditionell öffnet der WDR zu Saisonbeginn seine Pforten für den Tag der offenen Tür der WDR Orchester. Von 12 bis 18 Uhr kann man dort mittendrin die vielfältige Arbeit der WDR-Musikerinnen und -Musiker und vieler Kolleginnen und Kollegen, die mit (klassischer) Musik im WDR beschäftigt sind, kennenlernen:

„Den ganzen Tag über hallen die Säle von Sinfonik, Jazz, Vokal- und Ensemblemusik in unterschiedlichsten Besetzungen wider. Zusätzlich zu den Konzerten locken hinter vielen Türen des Hauses Überraschungen und Entdeckungen: Die MusikerInnen teilen sich dazu in einzelne Gruppen auf, veranstalten Workshops, organisieren Mitmach- Programme und viele weitere Aktivitäten für Jung und Alt. Man kann an einem Atem- und Stimmtraining teilnehmen oder die offene Instrumentenwerkstatt besuchen; für Ratefreunde gibt es ein Musikquiz, Technikfreaks dürfen den KlangzauberInnen an den Hightech-Mischpulten über die Schulter schauen. Natürlich ist auch reichlich Gelegenheit, die erfahrenen Profis all das zu fragen, was man immer schon mal wissen wollte – über das Leben der MusikerInnen, über die Voraussetzungen zum Beruf, über die großen und kleinen Geheimnisse der Stimme und des Instruments. Und zu alledem ist der Eintritt natürlich frei!“

Sehr empfehlenswert! Hier gibt es den Programmablauf des abwechlsungsreichen Tages. Und hier gibt es meine Impressionen vom letzten Jahr: Mittendrin: Ein Tag mit den WDR Orchestern 2013

WDR 3 ist live dabei

Wer am Sonntag nicht in Köln sein kann: WDR 3 berichtet von 12:05 bis 15 Uhr live von den Geschehnissen vor Ort. Was alles geboten wird, hat Christoph Stahl, der Leiter der WDR-Hauptabteilung Orchester und Chor, bereits in diesem Interview bei WDR 3 verraten: Konzertatmosphäre hautnah

Tipps zum Wochenende: Klassik im TV und Radio

Samstag, 16. August 2014

  • Von 20:15-21:45 Uhr sendet 3sat einen Konzertmitschnitt vom 28. März 2014 aus der Kölner Philharmonie. Das WDR Sinfonieorchester begleitet unter der Leitung von Chefdirigent Jukka-Pekka Saraste die russische Pianistin Anna Vinnitskaya beim Konzert Nr. 2 c-moll für Klavier und Orchester op. 18 von Sergej Rachmaninow. Anschließend steht die 4. Sinfonie von Ludwig van Beethoven auf dem Programm. Infos über die Werke und Solistin gibt es im Programmheft zum Konzert.

PS: Das Thema des zweiten Satzes aus Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2 hat Eric Carmen übrigens in seiner Ballade All by Myself übernommen (apropos „Klassik vorher-nachher“):

Sonntag, 17. August 2014

  • Von 10:05-12:00 Uhr ist das WDR Sinfonieorchester Köln wie jede Woche im WDR 3  Sonntagskonzert zu hören. Dieses Mal stehen Werke von Beethoven, Saint-Saëns, Dvorák, Albéniz und Debussy auf dem abwechlsungsreichen Programm.
  • Wer sich dafür interessiert, wie das Feuer der klassischen Musik weitergetragen wird:
    Von 10:45-12:00 Uhr sendet 3 sat die Dokumentation Ciao Cello über den TONALi Grand Prix, den höchstdotierten Nachwuchswettbewerb für talentierte Musiker in Deutschland, der jährlich zwischen Klavier, Violine und Violoncello wechselt.

„Der Film von Hannes Treiber beobachtet den Cello-Wettbewerb 2012 und die unerbittliche Konkurrenz unter den Teilnehmern. Einen ganzen Sommer lang begleitet er zwölf junge Cellistinnen und Cellisten durch den renommierten, alles abfordernden Wettbewerb. Dabei lernen wir die Teilnehmer kennen mit all ihren Hoffnungen, Träumen und Ängsten.“

  • Wer dagegen nicht genug vom WDR Sinfonieorchester, Jukka-Pekka Saraste und Sergej Rachmaninow bekommen kann:
    Von 10:50-12:20 Uhr sendet das WDR Fernsehen einen Konzertmitschnitt vom 9. März 2012 aus der Kölner Philharmonie. Zu hören und sehen sind das Konzert Nr. 3 d-moll für Klavier und Orchester op. 30 mit Denis Matsuev und die 1. Sinfonie von Johannes Brahms.

Mit dem „Klassiker“ der Drei Peheiros verabschiede ich mich und wünsche euch das schönste Wochenende der Welt – hoffentlich mit viel (klassischer) Musik!

Klassik vorher-nachher (3): Janáčeks Sinfonietta rocks!

Autograph Janáčeks zu den Fanfaren der Sinfonietta
Autograph der Sinfonietta-Fanfaren | Quelle: Wikipedia

Melodien sind wie das Wasser – sie finden ihren Weg. Und so erreichen manche klassische Melodien auch ein Publikum, das sich selbst nicht zu den Klassikfans zählen würde. Manche Adaptionen sind bereits selbst schon wieder zu Klassikern geworden, wie zum Beispiel der Beginn der Sinfonietta des tschechischen Komponisten Leoš Janáček, der heute vor 160 Jahren geboren wurde, in der Version von Emerson, Lake & Palmer.

Vorher Klassik …

Janáček beschäftigte sich früh mit der Volksmusik seiner Heimat und interessierte sich sehr für den typischen Rhythmus und die Melodie der tschechischen Sprache, die er – ähnlich wie der russische Komponist Modest Mussorgsky – in seinen (Opern-)Melodien vertonte.

Das effektvolle Orchesterwerk Sinfonietta zählt zu Janáčeks bekanntesten und beliebtesten Stücken und hat auch in meinen Klassik Top Ten einen festen Platz. Für dieses Stück erweiterte Janáček die klassische Orchesterbesetzung um zusätzliche Blechblasinstrumente: neben 4 Hörnern sind 12 Trompeten (9 in C, 3 in F), 2 Basstrompeten, 4 Posaunen, 2 Tenortuben und eine Basstuba besetzt und sorgen für den imposanten Einstieg in das fünfsätzige Stück.

Im Auftrag des Sportvereins Sokol, bei dem er Mitglied war und der sich für seinen achten Kongress eine fanfarenartige Eröffnungsmusik wünschte, komponierte Janáček die Sinfonietta im Jahr 1926. Hier spielt sie das WDR Sinfonieorchester in der Kölner Philharmonie unter der Leitung von Jukka-Pekka Saraste:

… nachher Rock

Von diesen fulminanten Klängen ließ sich die britische Progressive-Rock-Band Emerson, Lake & Palmer inspirieren und eröffnete mit ihnen den dritten Titel Knife Edge ihres Debüt-Albums Emerson, Lake and Palmer aus dem Jahr 1970:

Wer genau hinhört, entdeckt auch noch ein wenig Johann Sebastian Bach. Und wer genau hinschaut, erblickt den legendären Moog-Synthesizer in Aktion: den ersten Synthesizer der Musikgeschichte, benannt nach seinem Erfinder Robert Moog, der ihn in Folge seiner Experimente zur Erzeugung elektronischer Musik entwickelt und 1964 auf den Markt gebracht hatte. Keith Emersons Synthesizer hatte er 1968 gebaut.

Von klassischen Melodien ließen sich nicht nur Emerson, Lake & Palmer inspirieren. Sie setzten eine ganze Reihe von Klassikadaptionen fort, die unter anderen die amerikanische Naturwissenschaftlerin, Komponistin und Elektronikmusikerin (und Assistentin von Robert Moog) Wendy Carlos mit dem ersten rein elektronisch produzierten Album Switched-On Bach, veröffentlicht 1968 unter ihrem damaligen Namen Walter Carlos, begonnen hatte.

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Klassik vorher-nachher (2): Bach goes America
Klassik vorher-nachher (1): Alexander Borodin – Fürst Igor im Paradies

Ins Wochenende mit: Vilde Frang und dem 5. Violinkonzert von Mozart

http://www.youtube.com/watch?v=-G6w-8RClTU

Ins Wochenende mit …
der jungen Norwegerin Vilde Frang. Im U21-Interview von BR Klassik verrät sie unter anderem, warum Pulswärmer ihre besten Freunde sind, welche Schulterstütze sie benutzt, und sie gibt freimütig Auskunft über ihren „Lebenspartner“, seinen „Nebenbuhler“ und die kleinen Helferlein in ihrem Geigenkasten.

 

Heute Abend gastiert Vilde Frang  gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester im Großen Festspielhaus Salzburg und spielt das Violinkonzert Nr. 5 von Wolfgang Amadeus Mozart. Hier der erste Satz mit Gidon Kremer und den Wiener Philharmonikern unter Nicolaus Harnoncourt:

Für das dritte Konzert seines Gastspiels in Salzburg, bei dem auch noch die Sinfonie Nr. 3 von Anton Bruckner auf dem Programm steht, wünsche ich dem WDRSO „Toi toi toi“ und morgen eine gute Heimreise nach Köln!

UPDATE:

„Perfektes Hornquartett […] tonschöne Holzbläser […] exorbitante Qualitäten der Streicher – der österreichische Kritiker Horst Reischenböck war vom ersten WDRSO-Konzert sehr angetan. Hier die ganze Kritik zum Konzert mit Jean-Ives Thibaudet unter der etwas irreführenden Überschrift: Die Wut über die verlorene Kopeke.

Chefdirigent Jukka-Pekka Saraste hat sich auf seiner Website geäußert, warum der dreitägige Gastspielaufenthalt in Salzburg für das WDR Sinfonieorchester überhaupt wichtig ist:

“Big improvements always happen when you get to work intensively with different programmes; the performances become more unified, and this brings the orchestra forwards.”

Hier gehts zum ganzen Artikel: Jukka-Pekka and the WDR Symphony Orchestra return to Salzburg

Das WDR Sinfonieorchester Köln in Salzburg

Gestern ging’s los! Das WDR Sinfonieorchester Köln ist in die Mozartstadt Salzburg aufgebrochen:

 

Nach seinem erfolgreichen Gastspiel im März 2012 ist das WDR
Sinfonieorchester unter Leitung von Jukka-Pekka Saraste ab heute wieder an drei
Abenden im Großen Festpielhaus Salzburg zu erleben.

Großes Festpielhaus Salzburg
Großes Festpielhaus Salzburg | CC BY 3.0 Andreas Praefcke

Gemeinsam mit Jean-Yves Thibaudet (Klavier), Peter Mönkediek (Trompete), Truls Mørk (Cello) und Vilde Frang (Violine) spielt das Orchester am Mittwoch, Donnerstag und Freitag Werke von Beethoven, Brahms, Bruckner, Dvořák, Mozart und Schostakowitsch.

Die Konzerte vom 21. und 22. Mai zeichnet der Radiosender Ö1 auf und sendet die Mitschnitte am 7. Juni (Samstag) um 15:05 (Schostakowitsch: Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester / Beethoven: Symphonie Nr. 7 / Dvořák: Cello-Konzert).

Dem WDRSO wünsche ich eine erfolgreiche Stippvisite und schöne Konzerte und hoffe, dass bei drei Tagen vor Ort auch genügend Zeit bleibt, ein paar Salzburger Nockerln zu verspeisen 🙂

Mit im Reisegepäck des WDR Sinfonieorchesters ist Beethovens 7. Sinfonie, hier der vierte Satz:

Ins Wochenende mit: Bernstein und Brahms

Ins Wochenende mit …

dem ersten Satz der 4. Sinfonie von Johannes Brahms, mit der das WDR Sinfonieorchester sein heutiges Konzert in der Kölner Philharmonie beschließen wird. Unter der Leitung seines jetzigen Chefdirigenten Jukka-Pekka Saraste hat es die Sinfonie bereits im gestrigen Gastkonzert in Viersen aufgeführt.

Neben Brahms stehen heute Abend noch zwei weitere meiner Lieblingskomponisten (s. meine Klassik Top Ten) auf dem Programm:
Leonard Bernstein, dessen Ouvertüre zum Musical Candide der fulminante Einstieg in den Konzertabend wird, und Dmitrij Schostakowitsch, der mit seinem grandiosen Konzert Nr. 1 c-moll für Klavier und Streichorchester mit Trompete op. 35 vertreten ist. Solisten des Abends sind Jean-Yves Thibaudet am Klavier und WDRSO-Solo-Trompeter Peter Mönkediek.

Für alle, die nicht vor Ort dabei sein können, überträgt WDR 3 das Konzert ab 20:05 Uhr live aus der Kölner Philharmonie. Ab morgen kann das Konzert 30 Tage lang im WDR 3 Konzertplayer nachgehört werden. Weitere Infos zu den Stücken und Interpreten sind im Programmheft zu finden.

Wer der englischen Sprache mächtig ist, dem empfehle ich außerdem die großartige Analyse des ersten Satzes von Brahms 4. Sinfonie von Leonard Bernstein:

Morgen gastiert das WDR Sinfonieorchester gemeinsam mit Jean-Yves Thibaudet und Jukka-Pekka Saraste in der Alten Oper Frankfurt. Dann werden Bernsteins Candide-Ouvertüre, Gershwins Concerto in F und die Sinfonie Nr. 7 von Ludwig van Beethoven auf dem Programm stehen. Und als Fan wird – quasi in Vertretung – in ihrem ureigenen Terrain meine liebe Freundin Orchestrasfan zur Stelle sein, der ich schon jetzt einen schönen Konzertabend mit meinem Lieblingsorchester wünsche! 🙂