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Vorfreude auf den Saisonstart 2014/15 bei den Sinfonieorchestern von hr und WDR

Um in der konzertlosen Sommerpause schon mal ein wenig Vorfreude auf die kommende Konzertsaison 2014/15 zu wecken, die Ende August beginnt, hier ein Ausblick auf zwei besondere Veranstaltungen der Sinfonieorchester von hr und WDR:

Das hr-Sinfonieorchester | Foto: HR/Ben Knabe
Das hr-Sinfonieorchester | Foto: HR/Ben Knabe

Die Nähe zum Publikum pflegen

Bei seiner Verpflichtung als neuer Chefdirigent beim Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks, sprach Andrés Orozco-Estrada davon, dass er die Nähe zum Publikum pflegen wolle. Das setzt er auch gleich zu Beginn der neuen Konzertsaison in die Tat um:

Das hr-Sinfonieorchester lädt am 27. August in Frankfurt bei freiem Eintritt zu einem Open-Air-Konzert. Zu Gast ist die spanische Geigerin Leticia Moreno. Auf dem Programm stehen Maurice Ravels Boléro, La valse und Tzigane, eine Walzerfolge aus Richard Strauss‘ Rosenkavalier und die Carmen-Fantasie von Pablo de Sarasate. Das Open-Air-Konzert beginnt um 20.30 Uhr.

hr2-Kultur sendet ab 20.05 Uhr live aus dem Metzlerpark inklusive einer Vorberichterstattung bis zum Konzertbeginn. hr-fernsehen und ArteConcert übertragen das Konzert zeitversetzt ab 21.00 Uhr.

Social TV – das gemeinsame Konzerterlebnis

Wie ich Orchestrasfan alias Ulrike Schmid, Pressereferentin beim hr-Sinfonieorchester, bei Twitter munkeln hörte, ist für Klassikfans, die sich in den Social Media tummeln, auch ein Social-TV-Angebot in Planung. So kann sich, wer mag, während der Übertragung via Twitter unter dem Hashtag #hrSO mit Gleichgesinnten über das Konzert austauschen.

mittendrin – ein Tag mit den WDR-Orchestern

Das WDR Sinfonieorchester startet nach einem Gastkonzert in Amsterdam bei der traditionellen Saisonauftaktveranstaltung „mittendrin – ein Tag mit den WDR Klangkörpern“ am 31. August im WDR Funkhaus in Köln in die neue Saison. Ab 12 Uhr gibt es Konzerte im Großen Sendesaal und gibt zwischendurch kleinen und auch großen Interessierten Hilfestellung beim Ausprobieren von Instrumenten.

„mittendrin – ein Tag mit den WDR Klangkörpern“ 2013 | Foto: WDR
„mittendrin – ein Tag mit den WDR Klangkörpern“ 2013 | Foto: WDR

Das letzte Open-Air-Konzert des WDR Sinfonieorchesters fand übrigens am 31. Mai 2014 auf dem Roncalliplatz in Köln statt. Unter der Leitung von Kristiina Poska begleitete das WDRSO das Abschlusskonzert des diesjährigen Wettbewerbs European Young Musicians. Hier der Auftritt des Gewinners Ziyu He:

Audio: Das etwas andere Interview – @Orchestrasfan fragt @Orchestrasvoice zu Tourneen

Link: Audio: Das etwas andere Interview – @Orchestrasfan fragt @Orchestrasvoice zu Tourneen

Wie immer sehr spannend!

Die vorangegangenen Interviews sind – bis auf die leider schon depubliziertenim Blog von Orchestrasfan zu finden.

@Orchestrasfan fragt @Orchestrasvoice zur Orchesteraufstellung

In der heutigen Ausgabe der Reihe „Das etwas andere Interview: @Orchestrasfan fragt @Orchestrasvoice“ in der Sendung Treffpunkt hr-Sinfonieorchester ging es um das Thema Orchesteraufstellung.

@Orchestrasfan wollte von @Orchestrasvoice alias Moderator Christoph Werkhausen wissen, wer darüber bestimmt, wo die Instrumentengruppen des Orchesters sitzen, denn das kann je nach Orchester (deutschem oder amerikanischem) und/oder Stück unterschiedlich sein.

Herausgekommen sind – passend zum 13. Interview 😉 – knapp 13 interessante Minuten, in denen Christoph Werkhausen (nicht nur) die Hintergründe und Entstehungsgeschichten der Orchestersitzordnungen äußerst lebendig und eloquent erläutert (hier nachzuhören).

Großer Sendesaal des Rundfunkhauses in Köln. Prof. Hans Rosbaud während einer Probe mit dem Sinfonie-Orchester des Hauses

Großer Sendesaal des Rundfunkhauses in Köln. Prof. Hans Rosbaud während einer Probe mit dem Sinfonie-Orchester des Hauses | Foto:
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Der Schweizer Dirigent Hans Rosbaud probte im Februar 1954 mit dem damaligen Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester in der amerikanischen Aufstellung für das 7. Sinfoniekonzert der Saison 1953/54. Was ihn bei diesem Programm wohl dazu bewogen haben mag? 

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[aus: Westdeutscher Rundfunk Köln, 50 Jahre Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester, S.83]

Heute spielt das WDR Sinfonieorchester meistens in der von Wilhelm Furtwängler bevorzugten Orchesteraufstellung, einer Abwandlung der amerikanischen Aufstellung. Vom Dirigenten gesehen, sitzen von links nach rechts die 1. Geigen, 2. Geigen, Celli und Bratschen, dahinter stehen die Kontrabässe (bei der amerikanischen Aufstellung säßen den 1. Geigen die Celli gegenüber). Innerhalb der Tutti-Streicher rotiert die Sitzordnung, die Musikerinnen und Musiker sitzen also nicht immer an denselben Pulten.

Thema: Probespiel @Orchestrasfan fragt @Orchestrasvoice #12

Link: Thema: Probespiel @Orchestrasfan fragt @Orchestrasvoice #12

Seit einem Jahr stellt Ulrike Schmid alias @Orchestrasfan nun schon an jedem ersten Samstag im Monat dem Moderator der hr2-Sendung Treffpunkt hr-Sinfonieorchester Christoph Werkhausen alias @Orchestrasvoice Fragen rund um klassische Musik und die Arbeit in Sinfonieorchestern.

In der Jubiläumssendung am vergangenen Samstag ging es um die Frage, wie Musikerinnen und Musiker überhaupt eine Stelle in einem Sinfonieorchester bekommen. Dazu gibt es Probespiele, die „schlimmer als jede Prüfung“ sind, so zumindest Christoph Werkhausen. Man spielt schließlich vor einem besonders aufmerksamen und kritischen Publikum, seinen potenziellen neuen KollegInnen.

Foto: Irving Berlin bei einer Audition im St. James Theatre

Das interessante Interview zum Thema Probespiel kann hier nachgehört werden. Links zu den vorangegangenen Interviews sind bei Orchestrasfan zu finden.

PS: Falls jemand vom WDR mitlesen sollte: Eine so fantastische Sendung wie den Treffpunkt hr-Sinfonieorchester würde ich mir auch für das WDR Sinfonieorchester wünschen!!!