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Das Bläserquintett des WDR Sinfonieorchesters mit „Blech und Literatur“ in Düren

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Das Blechbläserquintett des WDR Sinfonieorchesters bei „Blech und Literatur“ am 21.11.2013 im Stiftischen Gymnasium Düren

Eine Musikstunde ganz besonderer Art konnten die Schülerinnen und Schüler des Stiftischen Gymnasiums in Düren heute morgen erleben. Von 8:40 bis 9:40 Uhr stand Blech und Literatur auf dem Stundenplan.

Das Blechbläserquintett vom WDR Sinfonieorchester Köln war schon zu dieser frühen Morgenstunde bestens aufgelegt und brachte Musik aus Leonard Bernsteins Westside Story zu Gehör.

Gemeinsam mit Eckhard Leue vom WDR-Sprecherensemble begaben sie sich auf die Spuren von Shakespeares Romeo und Julia, die Leonard Bernstein Mitte der 1950-er Jahre als Vorbild für seine Musical-Charaktere Tony und Maria dienten.

Zu Fotostills aus der Romeo-und-Julia-Verfilmung von Baz Luhrman (1996 mit Leonardo DiCaprio und Claire Danes) und der Musical-Verfilmung von Robert Wise und Jerome Robbins (1966 mit Richard Beymer und Natalie Wood) erzählte Eckhard Leue die dramatischen Liebesgeschichten aus Verona und New York. Ergänzt durch englische Dialoge aus Shakespeares Drama wurden die berührenden Geschichten von Liebe und scheinbar unüberwindlichem Hass lebendig und vom jungen Publikum laut beklatscht (Regie und Text: Barbara Engelmann).

v.l.n.r.: Ludwig Rast (Horn), Peter Roth (Trompete), Fred Deitz (Posaune), Peter Mönkediek (Trompete) vom WDR Sinfonieorchester Köln, Eckhard Leue (Sprecher) 

Das Konzert fand im Rahmen der WDR-Education-Reihe Plan M statt und führt(e) die Trompeter Peter Mönkediek und Peter Roth, Hornist Ludwig Rast, Posaunist Fred Deitz und Tubist Hans Nickel vom 18.-22. November durch 10 Schulen in ganz NRW.

Ein Konzertabend. Dreimal gewonnen.

Meine „Gewinnbilanz“ des gestrigen Konzertabends:

Erster Gewinn: Erkenntnis

Das tiefste aller Blechblasinstrumente und das älteste Instrument der Menschheit passen klanglich perfekt zusammen, wenn sie vom Duo Andreas Martin Hofmeir (Tuba) und Andreas Mildner (Harfe) gespielt werden. Auch wenn die beiden das anders sehen und in ihrem aktuellen Programm Why not? dafür sorgen, dass zwischendurch die Tuba auch ohne „störendes Gezupfe vom überdimensionierten Eierschneider“ und die Harfe ohne Gebläse zu hören ist 😉

Zweiter Gewinn: Genuss von Anfang bis Ende

Dem humorigen Menschen, der den beiden Instrumentalisten bei einem Wettbewerb einst dasselbe Stimmzimmer zugeteilt hat, sei ausdrücklich gedankt, denn so unterschiedlich ihre Instrumente und Charaktere auch sein mögen, musikalisch harmonieren die beiden Virtuosen grandios.

Andreas Mildner zauberte mit Isaac Albéniz’ Granada und Asturias aus der Suite española op. 47 mal träumerisch, mal kraftvoll den spanischen Sommer ins novembernasse Köln, während Andreas Hofmeir mit der Telemannschen Flöten-Fantasie No. 2 ein bläserisches Feuerwerk aller erster Güte zündete.

Gemeinsam gaben sie ihr genuines Tuba-Harfe-Repertoire (Duda, Maganini, Näther) zum Besten, dass es eine reine Freude war. Dabei führte Andreas Hofmeir in nonchalant humoristischer Weise durch das Programm der aktuellen CD Why not?

Apropos …

Dritter Gewinn: CD

Als Krönung gewann ich ebendiese, nachdem ich die (gar nicht so versteckt) zitierte Orchesterstelle in Gisbert Näthers Duo für Tuba und Harfe, op. 120 erkannte. Welche das war, verrate ich natürlich nicht, denn das solltet ihr unbedingt bei einem ihrer Konzerte selber herausfinden!

Als WDRSOfan freue ich mich besonders, dass ich Andreas Mildner an der Solo-Harfe meines Lieblingsorchesters nun öfters hören werde.

Why not?

Ich hätte das Konzert des ungewöhnlichen Tuba-Harfe-Duos, bestehend aus dem frisch gekürten „Instrumentalisten des Jahres“ und ECHO-Preisträger Andreas Martin Hofmeir und Andreas Mildner, dem neuen Solo-Harfenisten des WDR Sinfonieorchesters, glatt verpasst, wenn Fortuna mir nicht völlig unverhofft noch eine Karte für ihr ausverkauftes Konzert „Why not?“ zugespielt hätte.

Und so freue ich mich umso mehr, die beiden heute Abend in der Konzertreihe „Musik in den Häusern der Stadt“ (6.-10.11.2013) des Kunstsalon Köln erleben zu können!

PS: Da ich schon einen anderen bayerischen Barfuß-Tubisten kenne, scheint es sich um eine süddeutsche Tradition zu handeln. Bin gespannt, ob sie ganzjährig fortgeführt wird 😉

WDRSO-Kammerkonzert der Schlagzeuger, 22.09.2013, WDR Funkhaus Köln

Link: WDRSO-Kammerkonzert der Schlagzeuger, 22.09.2013, WDR Funkhaus Köln

Das grandiose Konzert der WDRSO-Schlagzeuger zur Eröffnung der WDR-Kammerkonzert-Saison 2013/14, wurde erstmals via Livestream aus dem Klaus-von-Bismarck-Saal des Kölner Funkhauses übertragen und kann unter dem obigen Link angeschaut werden.

ES LOHNT SICH!