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Christoph von Dohnányi | Foto: Xiaofan Luo

Zum 85. Geburtstag von Christoph von Dohnányi

Christoph von Dohnányi | Foto:  Xiaofan Luo
Christoph von Dohnányi | Foto: cc Xiaofan Luo

Der Dirigent Christoph von Dohnányi feiert heute seinen 85. Geburtstag. Von 1964-69 war er Chefdirigent des Kölner-Rundfunk-Sinfonie-Orchesters (KRSO), heute WDR Sinfonieorchester Köln, mit dem er mehr als 250 Aufnahmen für den WDR produzierte.

Zuletzt hat er am 20./21. Februar 2014 mit seinem ehemaligen Orchester in der Kölner Philharmonie Hans Werner Henzes Adagio, Fuge und Mänadentanz aus der Oper „Die Bassariden“ und Anton Bruckners Sinfonie Nr. 4 zur Aufführung gebracht (s. Diese Woche beim WDR Sinfonieorchester: „Seniorchef“ Christoph von Dohnányi).

Vor fünf Jahren hatte ihn David Corkhill, Solo-Pauker des Philharmonia Orchestra, dessen Ehrendirigenten zu seinem Werdegang befragt:

Zum Geburtstag viel Glück und auf viele weitere Jahre, Maestro!

Eurovision Young Musicians 2014 beim WDR in Köln

Die junge Klassikwelt trifft sich seit vergangenem Samstag in Köln zum Eurovision Young Musicians 2014, einem der international bedeutendsten Wettbewerbe. Er wird seit 1982 alle zwei Jahre von der Europäischen Rundfunkunion (European Broadcasting Union EBU) veranstaltet. Dieses Jahr ist der Westdeutsche Rundfunk Gastgeber.

Europäische NachwuchsmusikerInnen zwischen 15 und 19 Jahren aus ganz Europa stellen sich dabei einer international besetzten Fachjury.

Wer den Wettbewerb verfolgen möchte, kann heute nachmittag von 14 – 16.30 Uhr bei freiem Eintritt vor Ort im WDR Funkhaus Köln oder via Livestream bei der 2. Vorrunde dabei sein. Es spielt unter anderem auch die deutsche Vertreterin im Wettbewerb, Judith Stapf:

Open-Air-Abschlusskonzert mit dem WDRSO

Die PreisträgerInnen der 17. Austragung werden im Open-Air-Konzert auf dem Roncalli-Platz vom WDR Sinfonieorchester Köln unter Leitung der jungen estnischen Dirigentin Kristiina Poska begleitet.

Es wird live im WDR Fernsehen (31. Mai 2014, 20.15 – 22.00 Uhr), im Radio auf WDR 3 und via Livestream übertragen. Sabine Heinrich (@frheinrich) wird moderieren und die urban dance crew Flying Steps ist auch dabei.

#EYM2014 im Web

Mehr vom und über den Wettbewerb ist auf der Website und Facebook-Seite zu finden. Bei Twitter sind die @Young_Musicians auch vertreten, und der Austausch über den Eurovision Young Musicians 2014 findet via Hashtag (Suchwort) #eym2014 statt.

Meine Klassik Top Ten

Orchestrasfan hat gestern ihre derzeitigen Top Ten der liebsten Orchesterwerke veröffentlicht und wollte wissen, welche Klassik-Favoriten wir denn haben und ob sie wechseln.

Was meine All-Time-Favorites angeht, wechseln sie bei mir nicht. Wen ich als Favoriten einmal in mein Herz schließe, der bleibt dort meistens auch 😉

Daher sind es allerdings auch weit mehr als 10, worunter sich aber definitiv diese (nicht nur reinen Orchesterwerke) befinden, hier in chronologischer Reihenfolge nach Geburtsjahren ihrer SchöpferInnen:

KlassikTopTen_w

  • Joseph Haydn
    Sinfonia Concertante B-Dur op. 84
    (hier mit den Wiener Philharmonikern unter Leonard Bernstein)
  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Sinfonie C-Dur KV 338
    (hier mit den Wiener Philharmonikern unter Karl Böhm)
  • Clara Schumann
    Klavierkonzert a-moll op. 7
    (hier mit Francesco Nicolosi und der Alma Mahler Sinfonietta unter Stefania Rinaldi)
  • Alexander Borodin
    Eine Steppenskizze aus Mittelasien
    (hier mit der Staatskapelle Dresden unter Kurt Sanderling)
  • Leos Janacek
    Sinfonietta
    (hier mit dem WDR Sinfonieorchester Köln unter Jukka-Pekka Saraste)
  • Ethel Smyth
    Konzert für Violine, Horn und Orchester
    (hier mit Sophie Langdon, Violine, Richard Watkins, Horn, und dem BBC Philharmonic Orchestra unter Odaline de la Martinez)
  • Sergeij Prokoviev
    Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25 Symphonie classique
    (hier mit dem Sinfonieorchester des Dänischen Rundfunks unter Thomas Søndergård)
  • Dmitri Schostakowitsch
    Klavierkonzert Nr. 1 c-Moll op. 35 für Klavier, Trompete und Streichorchester
    (hier mit Martha Argerich, Klavier, Philip Smith, Trompete, und dem New York Philharmonic Orchestra unter Mstislav Rostropovich)
  • Aron Copland
    Appalachian Spring
    (hier mit dem CBC Radio Orchestra unter Geoffrey Moull)
  • Leonard Bernstein
    Chichester Psalms
    (hier mit Solisten der Wiener Sängerknaben, dem Wiener Jeunesse-Chor und dem Israel Philarmonic Orchestra unter Leonard Bernstein)

Klassik vorher-nachher: Alexander Borodin – Fürst Igor im Paradies

Melodien sind wie das Wasser – sie finden ihren Weg. Und so erreichen uns manche „klassischen“ Melodien auf Umwegen.

Wie zum Beispiel die der Polowetzer Tänze aus der Oper Fürst Igor des russischen Komponisten Alexander Borodin, der am 12. November 1833 geboren wurde.

Borodin komponierte mit Unterbrechungen 18 Jahre lang an seinem wichtigsten Werk, das nach seinem Tod von seinen Kollegen Rimsky-Korsakow und Glazunov vollendet wurde. Die Oper basiert auf dem historischen Feldzug des russischen Fürsten Igor gegen die Polovetzer, einem zentralasiatischen Steppenvolk, im 12. Jahrhundert.

Borodin bemühte sich um eine möglichst authentische Nachahmung der asiatischen Musik und studierte zu diesem Zweck Melodien mittelasiatischer Völker. Dabei griff er auf Material der in Ungarn lebenden Nachfahren der Polovetzer zurück.

63 Jahre später adaptierten Robert Wright und George Forrest Borodins Musik für ihr Musical Kismet und der Tanz der Polovezer Jungfrauen verwandelte sich in den Broadway-Hit Stranger In Paradise, der Mitte der 1950-er Jahre große Popularität erlangte, interpretiert von vielen namhaften Künstlern, wie Bing Crosby, Tony Bennett oder den Four Aces:

Eine unverwüstliche Melodie, die neben anderen auch Borodins Grabstein in Sankt Petersburg ziert:

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Foto: Andrew Butko | СС-BY-SA

Konzertsaalfoto am Mittwoch #16 Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle Stuttgart

Link: Konzertsaalfoto am Mittwoch #16 Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle Stuttgart

Ha! Als hätte sie es geahnt, dass sich das WDR Sinfonieorchester dort übermorgen zum Gipfeltreffen mit Hélène Grimaud einfindet, zeigt das heutige Konzertsaalfoto von Orchestrasfan die Stuttgarter Liederhalle.

30 ungewöhnliche Fakten zur Berliner Philharmonie

Link: 30 ungewöhnliche Fakten zur Berliner Philharmonie

Am 15. Oktober 1963 wurde die Berliner Philharmonie eröffnet. Zum 50. Jubiläum hat die Berliner Morgenpost 30 ungewöhnliche Fakten mit Bildern, Grafiken und Videos über das Konzerthaus des Architekten Hans Scharoun zusammengetragen.