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Ins Wochenende mit: Strauss und Bruckner

Ins Wochenende mit …

dem Konzert Nr. 2 für Horn und Orchester von Richard Strauss. Hier der erste Satz in einer Aufnahme mit dem legendären britischen Hornisten Dennis Brain und dem Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Wolfgang Sawallisch.

Heute und morgen Abend wird das Hornkonzert in der Kölner Philharmonie zu hören sein, gespielt vom Solo-Hornisten des WDR Sinfonieorchesters, Paul van Zelm. Am Pult des Orchesters steht sein Chefdirigent Jukka-Pekka Saraste.

Im zweiten Teil des Konzerts „Widmungen“ spielt das WDR Sinfonieorchester die Sinfonie Nr. 7 von Anton Bruckner. Hierzu gibt es einen interessanten Audio-Beitrag mit Paul van Zelm und seinem WDRSO-Streicherkollegen Alfred Lutz, der hier angehört werden kann: WDR 3 Werkbetrachtung: Anton Bruckners 7. Sinfonie – Geburtsstunde des Weltruhms

Gestern war das WDR Sinfonieorchester bereits in Duisburg zu Gast, heute und morgen spielt es in der Kölner Philharmonie. Wie immer überträgt WDR 3 das Freitagskonzert ab 20:05 live. Anschließend kann es 30 Tage lang im WDR 3 Konzertplayer nachgehört werden. Wer mehr über das Konzert erfahren möchte, hier gibt es das Programmheft: Widmungen 27./28./29. 11. 2014 Duisburg/Köln

 

Ois guade zum Gbuadsdog, Anton Bruckner!

Der österreichische Komponist Anton Bruckner (1824-1896)
Anton Bruckner (1824-1896) | Wikimedia

Heute vor 190 Jahren wurde der österreichische Komponist Anton Bruckner geboren.

„Im Leben ein Tölpel, in der Musik eines der großen Genies“,

heißt es über ihn im Naxos-Lexikon ABC der Klassischen Musik.

Karikatur auf Bruckner und seine Kritiker (Eduard Hanslick, Max Kalbeck und Richard Heuberger) von Otto Böhler.
Karikatur auf Bruckner und seine Kritiker (Eduard Hanslick, Max Kalbeck und Richard Heuberger) von Otto Böhler | Wikimedia

Ihm selbst, der als Sohn eines Schulmeisters und Organisten im oberösterreichischen Anstetten zur Welt und daher schon früh mit der Kirchenmusik in Berührung kam, fehlte trotz langjähriger musikalischer Ausbildung Zeitlebens das Selbstvertrauen als Komponist. Er arbeitete seine Sinfonien teils aus dem Gefühl eigener Unvollkommenheit, teils auf Anregung von Dirigenten oder wegen harscher Musikkritiken (seine Sinfonien wurden ab der 2. für unspielbar erklärt)  immer wieder um und nahm teils umfangreiche Änderungen vor. Glücklicherweise wollte er die Originale für spätere Zeiten bewahrt wissen, so dass die ursprünglichen Fassungen seiner Sinfonien wiederhergestellt werden konnten.

Das Orchester als lebende Orgel

Bruckners lange Lehrzeit als Kirchenorganist und sein ausgeprägter katholischer Glauben beeinflussten seinen musikalischen Stil maßgeblich. Das Orchester gliederte er oft in große, homogene Blöcke, so dass es klingt, als ziehe ein Organist die Register an seiner Orgel. Er besetzte vor allem die Blechbläserstimmen mehrfach und erzielte damit einen für seine Zeit unüblichen, kolossalen Orchesterklang.

Komponieren für den lieben Gott

Seine Vorstellung und Behandlung von Zeit in seinen Kompositionen waren ebenfalls neu. Lange ausgehaltene Streicher-Tremoli und Abfolgen von sich ständig wiederholenden musikalischen Motiven lassen seine Werke eher statisch als dynamisch klingen und zwingen die ZuhörerInnen förmlich, innezuhalten. Für Bruckner typisch sind getragene Passagen für die Blechbläser, die wie Choräle ohne Text klingen. So erscheinen seine Sinfonien, die öfters Zitate aus seinen geistlichen Chorwerken enthalten, wie Gebete oder Lobpreisungen. Nicht nur die 9. Sinfonie , die er explizit „der Majestät aller Majestäten, dem lieben Gott“ widmete.

Mit seinen eigenwilligen Werken beeindruckt Bruckner bis heute das Klassikpublikum und fand auch unter berühmten Dirigenten glühende Verehrer, wie beispielsweise Sergiu Celibidache 1:

„Daß es Bruckner gegeben hat, ist für mich das größte Geschenk Gottes.“

Anton Bruckner, Symphonien Nr.1-9, Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester, Günter Wand
Anton Bruckner, Symphonien Nr.1-9, Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester, Günter Wand

Auch Günther Wand zählte zu seinen Anhängern. Der Westdeutsche Rundfunk engagierte ihn 1974, um mit dem damaligen Kölner Rundfunk-Sinfonieorchester (dem jetzigen WDR Sinfonieorchester) die 5. Sinfonie aufzunehmen. Nachdem diese hervorragend gelang, wurde sie auf Schallplatte veröffentlicht und erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Daraufhin spielte Günter Wand mit dem KRSO in den Jahren  1974-1981 sämtliche Sinfonien Bruckners ein und begründete damit sein internationales Ansehen als Bruckner-Interpret. Die Aufnahmen sind noch heute erhältlich. Hier das Scherzo aus der 4. Sinfonie:

Quellenangaben

Stefan Piendl/Thomas Otto (Hg.), Stenographische Umarmung. Sergiu Celibidache beim Wort genommen, ConBrio Verlagsgesellschaft, Regensburg 2002, S. 73

Ins Wochenende mit: Bruckner und Kent Nagano

Das WDR Sinfonieorchester beschließt an diesem Wochenende seine Konzertsaison 2013/14 mit dem Konzert a-moll für Violine und Orchester op. 53 von Antonín Dvořák und der unvollendeten Sinfonie Nr. 9 d-moll von Anton Bruckner. Gestern gab es beim PhilharmonieLunch bereits eine Kostprobe aus dem 3. Satz der Sinfonie, angekündigt vom Manager des WDR Sinfonieorchesters Siegwald Bütow:

 

Solist im Violinkonzert ist der Geiger und Schirmherr der WDRSO-Orchesterakademie Frank Peter Zimmermann. Zu Gast am Pult des Orchesters ist der leidenschaftliche Surfer unter den Stardirigenten Kent Nagano. Hier spricht er im Typisch-Deutsch-Interview der Deutschen Welle, über Pop und klassische Musik, die Wichtigkeit von musikalischer Erziehung und die Besonderheit des deutschen Orchesterklangs:
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Ins Wochenende mit: Vilde Frang und dem 5. Violinkonzert von Mozart

http://www.youtube.com/watch?v=-G6w-8RClTU

Ins Wochenende mit …
der jungen Norwegerin Vilde Frang. Im U21-Interview von BR Klassik verrät sie unter anderem, warum Pulswärmer ihre besten Freunde sind, welche Schulterstütze sie benutzt, und sie gibt freimütig Auskunft über ihren „Lebenspartner“, seinen „Nebenbuhler“ und die kleinen Helferlein in ihrem Geigenkasten.

 

Heute Abend gastiert Vilde Frang  gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester im Großen Festspielhaus Salzburg und spielt das Violinkonzert Nr. 5 von Wolfgang Amadeus Mozart. Hier der erste Satz mit Gidon Kremer und den Wiener Philharmonikern unter Nicolaus Harnoncourt:

Für das dritte Konzert seines Gastspiels in Salzburg, bei dem auch noch die Sinfonie Nr. 3 von Anton Bruckner auf dem Programm steht, wünsche ich dem WDRSO „Toi toi toi“ und morgen eine gute Heimreise nach Köln!

UPDATE:

„Perfektes Hornquartett […] tonschöne Holzbläser […] exorbitante Qualitäten der Streicher – der österreichische Kritiker Horst Reischenböck war vom ersten WDRSO-Konzert sehr angetan. Hier die ganze Kritik zum Konzert mit Jean-Ives Thibaudet unter der etwas irreführenden Überschrift: Die Wut über die verlorene Kopeke.

Chefdirigent Jukka-Pekka Saraste hat sich auf seiner Website geäußert, warum der dreitägige Gastspielaufenthalt in Salzburg für das WDR Sinfonieorchester überhaupt wichtig ist:

“Big improvements always happen when you get to work intensively with different programmes; the performances become more unified, and this brings the orchestra forwards.”

Hier gehts zum ganzen Artikel: Jukka-Pekka and the WDR Symphony Orchestra return to Salzburg

Ins Wochenende mit: Bruckner

Ins Wochenende mit …

dem berühmt-berüchtigten Hornsolo am Beginn der 4. Sinfonie von Anton Bruckner, hier gespielt von Jens Plücker, Solo-Hornist des NDR Sinfonieorchesters. Heute Abend live in der Kölner Philharmonie und bei WDR 3 zu hören mit dem WDR Sinfonieorchester unter seinem ehemaligen Chefdirigenten Christoph von Dohnányi.

Ins Wochenende mit Mozarts Sinfonia concertante

Ins Wochenende mit …

Mozarts Sinfonia concertante Es-dur für Violine, Viola und Orchester, KV 364, mit der das WDR Sinfonieorchester sein heutiges Konzert „Sinfonie plus – Dialoge“ eröffnen wird.

Mit dem Orchester unter der Leitung von Jukka-Pekka Saraste unterhalten sich dann Konzertmeister José Maria Blumenschein und Solo-Bratscher Junichiro Murakami. In einem Interview haben sie von ihren bisherigen Erfahrungen mit dem Stück und über das Konzertieren mit dem eigenen Orchester erzählt.

Nach der Pause steht die Sinfonie Nr. 3 d-moll (2. Fassung von 1876/77) von Anton Bruckner auf dem Programm.

WDR 3 überträgt das Konzert live ab 20.05 Uhr aus der Kölner Philharmonie.