Ein Konzertabend. Dreimal gewonnen.

Meine „Gewinnbilanz“ des gestrigen Konzertabends:

Erster Gewinn: Erkenntnis

Das tiefste aller Blechblasinstrumente und das älteste Instrument der Menschheit passen klanglich perfekt zusammen, wenn sie vom Duo Andreas Martin Hofmeir (Tuba) und Andreas Mildner (Harfe) gespielt werden. Auch wenn die beiden das anders sehen und in ihrem aktuellen Programm Why not? dafür sorgen, dass zwischendurch die Tuba auch ohne „störendes Gezupfe vom überdimensionierten Eierschneider“ und die Harfe ohne Gebläse zu hören ist 😉

Zweiter Gewinn: Genuss von Anfang bis Ende

Dem humorigen Menschen, der den beiden Instrumentalisten bei einem Wettbewerb einst dasselbe Stimmzimmer zugeteilt hat, sei ausdrücklich gedankt, denn so unterschiedlich ihre Instrumente und Charaktere auch sein mögen, musikalisch harmonieren die beiden Virtuosen grandios.

Andreas Mildner zauberte mit Isaac Albéniz’ Granada und Asturias aus der Suite española op. 47 mal träumerisch, mal kraftvoll den spanischen Sommer ins novembernasse Köln, während Andreas Hofmeir mit der Telemannschen Flöten-Fantasie No. 2 ein bläserisches Feuerwerk aller erster Güte zündete.

Gemeinsam gaben sie ihr genuines Tuba-Harfe-Repertoire (Duda, Maganini, Näther) zum Besten, dass es eine reine Freude war. Dabei führte Andreas Hofmeir in nonchalant humoristischer Weise durch das Programm der aktuellen CD Why not?

Apropos …

Dritter Gewinn: CD

Als Krönung gewann ich ebendiese, nachdem ich die (gar nicht so versteckt) zitierte Orchesterstelle in Gisbert Näthers Duo für Tuba und Harfe, op. 120 erkannte. Welche das war, verrate ich natürlich nicht, denn das solltet ihr unbedingt bei einem ihrer Konzerte selber herausfinden!

Als WDRSOfan freue ich mich besonders, dass ich Andreas Mildner an der Solo-Harfe meines Lieblingsorchesters nun öfters hören werde.

ist die Musikwissenschaftlerin und Kulturprojektmanagerin Birgit Schmidt-Hurtienne. Als WDRSOfan schreibt sie privat über Konzerterlebnisse und die wunderbare Welt der klassischen Musik und wird für die Beiträge dieses Blogs weder beauftragt noch bezahlt. Wer sie für Artikel und (Blog-)Projekte buchen möchte, findet ihre Angebotspalette aus Projektmanagement, Text- und Webdienstleistungen unter: Kulturwirtschaftswege.de

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